DEUTSCHLAND/WELT

22.10.2009
ADAC-Kindersitztest: Vier Kindersitze mangelhaft
Erfreulich: Autokindersitze wurden immer besser und vor allem sicherer. Enttäuschend: diese positive Tendenz wird diesmal leider stark gebremst wurde. Im aktuellen ADAC-Test mussten gleich vier Sitze mit mangelhaft abgewertet werden, darunter drei mit der ansonsten sehr guten Isofix-Technik. So löste sich im Frontalaufprall beim Emmaljunga First Class 0+ Base Isofix die Sitzschale von ihrer Isofix-Basis, und beim IHW Babymax Isofix riss der Zentralgurt aus der Babyschale aus. Der IWH Megamax Isofx wiederum zeigte sehr hohe Dummy-Belastungswerte.
Im Seitenaufprall traf das vernichtende Urteil den Alpin Daisy, der für Kinder ab 25 kg nur ohne Rückenstütze verwendet werden darf. An diesem Beispiel zeigt sich recht deutlich, dass der europäische Kindersitz-Zulassungstest, der immer noch keinen Seitenaufprall vorsieht, unzureichend ist. Ein Kindersitzkauf ohne gute Beratung im Fachgeschäft und das Studium neutraler Testberichte kann somit zum gefährlichen Fehlkauf werden.
Es gibt aber auch Positives zu berichten: Nahezu die Hälfte der getesteten Modelle glänzte mit „gut“ – darunter auch der Emmaljunga First Class in der Version ohne Isofix-Technik. Zudem sind noch viele „gute“ Sitze aus unseren Tests im Vorjahr im Handel – für jedes Kind und jedes Fahrzeug passendes zu finden ist also kein Problem.

Was einen sicheren Sitz auszeichnet, zeigt beispielhaft der HTS iZi Kid X1 Isofix (verwendbar bis zu einem Alter von ca. vier Jahren): Die Tester stellten hier nur sehr geringe Belastungen im Frontcrash fest, im Seitencrash waren sie gering. Positiv auch der gute Gurtverlauf, die hohe Rückenstütze und die feste Verbindungsmöglichkeit mit dem Fahrzeugsitz.
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Quelle: www.adac.de




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