DEUTSCHLAND/WELT

29.11.2009 | Mülheim (dpa)
Ausbrecher: Zweite Festnahme in Mühlheim
Bei der Fahndung nach dem zweiten Ausbrecher ist in Mülheim ein zweiter Mann festgenommen worden. Die Identität des Verdächtigen werde noch überprüft, sagte ein Sprecher der Polizei Essen. Ob es sich um den gesuchten noch flüchtigen Ausbrecher handelte, wurde zunächst nicht bekannt.
Medienvertreter berichteten von einer sehr großen Ähnlichkeit mit dem gesuchten Peter Paul Michalski. Ein Spezialkommando der Polizei hatte am Vormittag einen der geflüchteten Gewaltverbrecher aus Aachen überwältigt. Die Polizisten nahmen den Geiselgangster Michael Heckhoff in Mülheim an der Ruhr fest.
Drei Tage nachdem der 50-Jährige mit dem Mörder Peter Paul Michalski (46) aus dem Aachener Gefängnis ausgebrochen war hatten Passanten den Fluchtwagen der beiden Kriminellen am Sonntag um 10.15 Uhr in Mülheim entdeckt. Um 11.03 Uhr griff das Einsatzkommando zu und nahm Heckhoff fest, wie die Polizei Köln weiter mitteilte.
Am Samstag hatten Heckhoff und Michalski ein Ehepaar in Essen in ihre Gewalt gebracht und deren schwarzen BMW der 5-Reihe als Fluchtwagen verwendet. Ein Sprecher der Polizei Köln bestätigte am Sonntag entsprechende Informationen der «Bild»-Zeitung. Die Schwerverbrecher seien «mit den beiden unterwegs gewesen», sagte er. Nähere Angaben machte er nicht. Nach dpa-Informationen fuhren die beiden Straftäter am Samstagabend mit dem Ehemann in dessen Wagen in ein Mülheimer Waldgebiet und ließen ihn dort frei.

Nachdem der Mann sich bei der Polizei gemeldet hatte, löste diese einen landesweiten Großalarm aus, der bis Mitternacht dauerte. Um eine Flucht der beiden nach Belgien oder in die Niederlande zu verhindern, kontrollierten Bundes- und Landespolizei an ausgewählten Stellen den grenznahen Verkehr.
Heckhoff und Michalski waren am Donnerstagabend aus dem Gefängnis in Aachen ausgebrochen. Sie hatten fünf schwere, verschlossene Türen der bisher als ausbruchsicher geltenden Haftanstalt mit einem Schlüssel geöffnet. Dabei hatten sie anscheinend fachkundige Hilfe: Ein Bediensteter der Justizvollzugsanstalt Aachen soll die Gefangenen «vorsätzlich aus der JVA herausgeschleust und mit schussbereiten Dienstwaffen nebst Munition ausgestattet haben», wie das Düsseldorfer Justizministerium mitteilte.
Der 40 Jahre alte Mann wurde am Freitag festgenommen, am Samstag erließ ein Richter Haftbefehl. Zur Sache habe der Beschuldigte nichts ausgesagt. Nach Angaben des Justizministeriums saß Heckhoff seit gut einem Jahr im Aachener Gefängnis. Michalski war Anfang 2006 von der JVA Wuppertal nach Aachen verlegt worden.
Nach ihrem Ausbruch verschwanden die Gewaltverbrecher mit einem nach ersten Erkenntnissen zufällig vorbeikommenden Taxi nach Kerpen und stiegen dort mitsamt dem Fahrer in ein zweites Taxi um, das sie nach Köln brachte. Dort verlor sich auf dem Bahnhofsplatz ihre Spur. Am Freitagnachmittag zwangen Michalski und Heckhoff eine 19 Jahre alte Schülerin, sie mit ihrem Wagen nach Essen zu bringen. Als der Tank leer war, flüchteten die beiden zunächst zu Fuß weiter.

29.11.2009 | Mülheim/Köln (dpa)
Polizei nimmt einen Ausbrecher fest
Die Polizei hat am Sonntagmorgen in Mülheim an der Ruhr einen der beiden aus der Justizvollzugsanstalt Aachen entflohenen Gefangenen festgenommen. Passanten hatten den Fluchtwagen um 10.15 Uhr in einer Seitenstraße in Mülheim gefunden und die Polizei alarmiert.
Einer der Täter hielt sich in der Nähe auf und wurde um 11.03 Uhr von einem Spezialeinsatzkommando festgenommen. Es handelt sich um den 50-jährigen Michael Heckhoff. Der 46-jährige Peter Paul Michalski ist weiter auf der Flucht, wie die Polizei Köln mitteilte.
Bei ihrer Flucht hatten die Ausbrecher am Samstag das Ehepaar längere Zeit in ihrer Gewalt gehabt. Der Polizeisprecher bestätigte am Sonntag entsprechende Informationen der «Bild»-Zeitung. Die Schwerverbrecher seien «mit den beiden unterwegs gewesen», sagte er.

Nähere Angaben machte er nicht. Nach dpa-Informationen fuhren die beiden Straftäter am Samstagabend mit dem Ehemann in dessen Wagen in ein Mülheimer Waldgebiet und ließen ihn dort frei.
Nachdem er sich bei der Polizei gemeldet hatte, wurde ein landesweiter Großalarm ausgelöst, der bis Mitternacht dauerte. Dabei wurde auch eine sogenannte Grenzfahndung ausgelöst, um eine Flucht der beiden nach Belgien oder in die Niederlande zu verhindern. Dazu richteten Bundes- und Landespolizei an ausgewählten Stellen Durchfahrtskontrollen ein.
Der Mörder Michalski und der Geiselgangster Heckhoff waren am Donnerstagabend aus dem Gefängnis in Aachen ausgebrochen. Beide sind zu lebenslangen Haftstrafen und Sicherungsverwahrung verurteilt.




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