• PROGRAMM
  • AKTUELL
  • MEDIATHEK
  • MUSIK
  • SERVICE
  • BERLIN
  • KONTAKT

Anmelden

  • Berlin

  • Deutschland/Welt

  • Sport

  • Polizei Aktuell

  • Rückrufaktionen

  • Jochens Hertha-Tipp

  • BER Aktuell

  • Berlinale

  • Jahresrückblick 2011

  • FIFA Frauen-WM 2011

  • Startseite
  • Aktuell
  • Deutschland/Welt
  • Weihnachtsgeschäft

DEUTSCHLAND/WELT

 

29.11.2009 | Berlin (dpa)

Weihnachtsgeschäft gewinnt langsam an Schwung

 

Das Weihnachtsgeschäft in Deutschland gewinnt langsam an Fahrt. Nach einer ruhigen Woche kamen am ersten Adventswochenende viele Kunden in die Geschäfte und kauften erste Weihnachtsgeschenke, wie der Handelsverband Deutschland (HDE) in einer ersten Bilanz mitteilte.

 

Neben der üblichen Weihnachtsdekoration seien vor allem klassische Geschenkartikel wie Schmuck, Bücher und Spielzeug in die Einkaufskörbe gewandert, sagte Verbandssprecher Hubertus Pellengahr am Sonntag in Berlin.

 

In den USA brachte der traditionelle Beginn des Weihnachtsgeschäfts Millionen Shopper auf die Beine, doch die hatten ihr Portemonnaie noch fest im Griff. Dort wird von auf einen Konjunkturimpuls durch den Handel gehofft.

 

Die Branche in Deutschland erwartet angesichts der gedämpften Wirtschaftserholung etwas schwächere Umsätze als im vergangenen Jahr. Trotzdem rechnet Pellengahr damit, dass das Geschäft in den kommenden Wochen weiter in Schwung kommt. Die letzten Jahre hätten gezeigt, dass das Weihnachtsgeschäft immer später startet. Um den Einzelhandel zu unterstützen, warb der Handelsverband für Gratis-Tickets in Bussen und Bahnen: «Die Kommunen sollten den Weihnachtsmann auf die Schiene setzen und den Verbrauchern an den Adventswochenenden die kostenlose Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs ermöglichen», forderte Pellengahr.

Viele Kunden nutzen das erste Adventswochenende in den festlich geschmückten Innenstädten, um sich zunächst über die Angebote zu informieren. In den Städten Nordrhein-Westfalens war die Stimmung positiv. «Ein guter Anfang, wenngleich der erste Samstag nie der umsatzstärkste ist», sagte Rainer Gallus vom Rheinischen Einzelhandelsverband. Das größte Interesse gelte zu Weihnachten Uhren und Schmuck, sowie Kosmetikartikeln, Büchern und Kalendern.

 

«Dem Weihnachtsmann ist es noch zu warm»

 

Im Südwesten lief das Geschäft am ersten Adventssamstag unterschiedlich stark an. Die Menschen reagierten in einzelnen Städten noch etwas verhalten, sagte die Geschäftsführerin des Einzelhandelsverbandes Baden-Württemberg, Sabine Hagmann. Spielwaren seien gut gelaufen, Elektrowaren ebenso. Darunter waren ganz besonders Flachbildschirme gefragt. Auch Espressomaschinen fanden reißenden Absatz. Zurückhaltend waren die Kunden bei der Bekleidung. «Dem Weihnachtsmann ist es offensichtlich noch zu warm», sagte Hagmann.

 

Der Handel hofft, dass mit dem Advent auch der Winter einkehrt. «Ich wünsche mir Minusgrade und Schneeflocken, das steigert die Kauflust», sagte Bernd Ohlmann, Sprecher des Landesverbandes des Bayerischen Einzelhandels. Bei den Geschenken setzte sich der Trend zum Gutschein fort. «Ein Viertel aller Geschenke liegt mittlerweile als Geld oder Gutschein unterm Weihnachtsbaum.»

In Thüringen war es der einzige verkaufsoffene Adventssonntag. Der Einzelhandelsverband wertete den Andrang als klares Signal für dieses Angebot. «Es ist ein attraktives Angebot für die ganze Familie, den Bummel über den Weihnachtsmarkt auch mit Einkäufen verbinden zu können», sagte die Sprecherin des Handelsverbands, Monika Osiewacz. Das Gesetz erlaubt den Thüringer Händlern in der Vorweihnachtszeit nur am 1. Advent auch sonntags ihre Kunden zu bedienen. In anderen Bundesländer wird dies lockerer gehandhabt.

 

An diesem Dienstag verkündet das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe ein Urteil zum Schutz der Sonntagsruhe durch das Grundgesetz. Dabei geht es um Beschwerden der beiden großen Kirchen gegen die großzügigen Regeln im Land Berlin, wo die Geschäfte an bis zu zehn Sonn- und Feiertagen pro Jahr öffnen dürfen.

 

US-Weihnachtsgeschäft beginnt lau

 

Der Start des US-Weihnachtsgeschäfts verlief nur lau: Ersten Erhebungen zufolge gaben die Konsumenten der weltgrößten Volkswirtschaft zum traditionellen Auftakt am «Black Friday» kaum mehr aus als vor einem Jahr. Der Tag nach Thanksgiving gilt in den USA umsatzstärkster Einkaufstag des Jahres. Die Amerikaner ließen nach Schätzungen 10,66 Milliarden Dollar in den Läden - lediglich 0,5 Prozent mehr als im 2008, als das Land noch voll unter dem Krisen-Schock stand. Damals seien die Verkäufe um 3,5 Prozent zurückgegangen, schreibt das «Wall Street Journal» in seiner Onlineausgabe am Sonntag. Statt sich von Konsumlaune verleiten zu lassen, hätten die meisten Käufer es auf Super-Billigangebote abgesehen. «Was zum vollen Preis angeboten ist, wird nicht einmal angeschaut», sagte ein Marktforscher.

Kommentare

Mediathek
  • Impressum
  • AGB
  • Werbung
  • Newsletter
  • Kontakt
  • Linktipps
  • Datenschutz
  • Sitemap