DEUTSCHLAND/WELT
16.02.2009

16.02.2009
Rund 40 Prozent der alleinerziehenden Eltern in Deutschland leben von Hartz IV
Dies seien etwa 660 000 Mütter oder Väter mit rund einer Million Kindern, sagte Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) am Montag in Berlin bei der Vorstellung des Familienreports.
Bei ihnen gebe es bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf noch erheblichen Handlungsbedarf. Von der Leyen verwies dabei auf eine Befragung von Alleinerziehenden, die auf der Suche nach einem Arbeitsplatz sind. Dabei gaben 43 Prozent an, dass sie Kinderbetreuung benötigen, aber nur 3 Prozent hätten bei der Jobsuche entsprechende Betreuungsangebote erhalten.

Von der Leyen betonte die Wichtigkeit einer nachhaltigen Familienpolitik auch in Zeiten der Wirtschaftskrise. Es sei auch in der Krise wichtig, dass Eltern Arbeit und Kinder gut miteinander verbinden könnten, und dass Kinder in Deutschland eine gute frühkindliche Betreuung genössen.
Laut von der Leyen seien die Deutschen zu 90 Prozent sehr zufrieden mit ihrem Familienleben. Die Kinderwünsche, auch der Männer stiegen, die Anzahl der Scheidungen sei seit 2005 gesunken.
Von der Leyen sprach sich außerdem für mehr Hilfen für Eltern mit einem unerfüllten Kinderwunsch aus. Es müsse diskutiert werden, ob das sächsische Modell, nach dem der Staat Eltern bei der künstlichen Befruchtung unterstützt, ein guter Weg sei.




Kommentare