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  • Winter-Chaos USA

DEUTSCHLAND/WELT

 

10.12.2009 | Washington (dpa)

16 Tote bei Schneestürmen in USA

Geschlossene Schulen, gestrichene Flüge und tödliche Unfälle: Der massive Wintereinbruch in weiten Teilen der USA hat Tote und Verletzte gefordert und ein Verkehrschaos ausgelöst.

16 Menschen starben, die meisten bei Unglücken auf eisglatten Straßen, wie nationale Medien berichteten. Der Mittlere Westen lag am Donnerstag gebietsweise unter einer bis zu ein Meter dicken Schneedecke. Dort mussten Schulen, Universitäten und Regierungsgebäude geschlossen bleiben. Eine Entwarnung gibt es nicht: Für die kommenden Tage sagte der Nationale Wetterdienst weitere Schneefälle voraus.

Der Wintersturm traf besonders die Staaten Kansas und Montana. In den Bundesstaaten von Nebraska bis Illinois herrschte am Mittwoch Chaos, obwohl die Menschen dort an hartes Winterwetter gewöhnt sind. Autofahrer steckten stundenlang in ihren Fahrzeugen auf den Straßen fest. Auf den Flughäfen warteten Passagiere, Hunderte Flüge waren ausgefallen.

«Ein Sturm von dem Ausmaß ist wirklich selten», sagte eine Meteorologin des Nationalen Wetterdienstes, Penny Zabel, der «New York Times». In Omaha im US-Bundesstaat Nebraska erfasste ein Lastwagen eine 28-jährige Frau, als er beim Ausparken ins Rutschen kam. Sie überlebte den Unfall nicht. Andere starben bei Zusammenstößen auf spiegelglatten Straßen. In Iowa waren Hunderte Autofahrer teils die ganze Nacht zum Mittwoch in ihren Fahrzeugen gefangen. Polizei und Militär waren unermüdlich im Einsatz, um sie aus den eiskalten Wagen zu befreien.

Im Süden des Landes gab es dagegen zahlreiche Überschwemmungen. In Alabama landeten Helfer nach Berichten des Fernsehsenders CNN mit ihrem Gummiboot in einer Baumkrone. Sie hatten versucht, einem Autofahrer zu helfen und waren dabei weggespült worden. Ein anderer Autofahrer klammerte sich lange Zeit an einer Brücke fest, nachdem sein Auto in den Fluten eines Flusses weggespült worden war. Er konnte gerettet werden. In Louisiana gab es Dutzende von zerstörten Häusern. Der eisige Wind blies in Nashville (Tennessee) so scharf, dass der Weihnachtsbaum vor dem Regierungsgebäude des Bundesstaats zerbrach.

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