DEUTSCHLAND/WELT

11.12.2009 | Berlin (dpa)
Airbus A400M zum Erstflug gestartet
Airbus-Militärtransporter A400M ist am Freitag zu seinem ersten Testflug gestartet. Die viermotorige Turboprop- Maschine hob um 10.15 Uhr vor den Augen von 2500 Gästen bei strahlendem Sonnenschein in Sevilla ab.
Ursprünglich war der Jungfernflug schon für Anfang 2008 vorgesehen gewesen. Das größte europäische Rüstungsprojekt ist insgesamt deutlich mehr als drei Jahre im Verzug und die Plankosten von 20 Milliarden Euro werden vermutlich um fast 40 Prozent überschritten.
Die zuständigen Staatssekretäre Deutschlands und der sechs anderen A400M-Partnerstaaten wollten am Rande der Startfeiern in Sevilla weiter über neue Bedingungen für die Lieferung der 180 bestellten Flugzeuge mit Airbus verhandeln. Bis Silvester soll eine Einigung erzielt werden. An dem Projekt hängen 40 000 Arbeitsplätze in Europa, davon 8000 direkt bei Airbus.
Airbus-Geschäftsführer Fabrice Brégier rief die Staaten auf, «eine Preiserhöhung zu akzeptieren und die Risiken «nach dem Vorbild militärischer Programme» zu teilen. «Das wird keine Preiserhöhung in der Größenordnung von drei Prozent sein; sie wird signifikant», erklärte Brégier dem Pariser Finanzblatt «La Tribune» (Freitag).
Die A400M soll große Lasten schnell über weite Strecken transportieren können. Sie soll als Zivilflugzeug zertifiziert werden, um zum Beispiel schweres Räumgerät über normale Flugkorridore in Katastrophengebiete bringen zu können. Die vollwertige Endversion soll erst 2015 an die Kunden gehen, also sechs Jahre hinter dem Zeitplan. Zu den Startkunden gehören auch Spanien, Großbritannien, Belgien, Luxemburg und die Türkei.




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