• PROGRAMM
  • AKTUELL
  • MEDIATHEK
  • MUSIK
  • SERVICE
  • BERLIN
  • KONTAKT

Anmelden

  • Berlin

  • Deutschland/Welt

  • Sport

  • Polizei Aktuell

  • Rückrufaktionen

  • Jochens Hertha-Tipp

  • BER Aktuell

  • Berlinale

  • Jahresrückblick 2011

  • FIFA Frauen-WM 2011

  • Startseite
  • Aktuell
  • Deutschland/Welt
  • Flughäfen

DEUTSCHLAND/WELT

 

29.12.2009 | Berlin (dpa)

Höhere Sicherheitsstandards an Flughäfen

Vier Tage nach dem vereitelten Anschlag auf ein US- Flugzeug sind die Sicherheitsvorkehrungen an deutschen Flughäfen nochmals verschärft worden. Wie das Bundesinnenministerium am Dienstag in Berlin mitteilte, wurden die Passagier- und Handgepäckkontrollen «zielgerichtet» erhöht.

Unterdessen schlossen neben Unions- auch einige FDP-Politiker Körperscanner an deutschen Flughäfen nicht mehr aus, um die Sicherheit für die Fluggäste zu verbessern. Dazu müssten aber die Persönlichkeitsrechte der Passagiere gewahrt werden.

Am Freitag hatte ein 23-jähriger Nigerianer versucht, ein Flugzeug aus Amsterdam kurz vor der Landung in Detroit (USA) zum Absturz zu bringen. Bisher unbestätigten Berichten zufolge soll er im Jemen von dem dortigen El-Kaida-Ableger ausgebildet worden sein und dort auch den Sprengstoff erhalten haben. Innenminister Thomas de Maizière (CDU) sagte: «Die Bundesregierung nimmt den Anschlagversuch in den USA sehr ernst.» Es gebe aber keinen Anlass für unnötige Panik. Der Minister bat die Fluggäste um Verständnis für die intensiveren Kontrollen und riet ihnen, möglichst wenig Handgepäck mitzunehmen.

Im Internet war am Montag ein Schreiben aufgetaucht, in dem der regionale Zweig der Organisation «El Kaida auf der arabischen Halbinsel» die Verantwortung für den versuchten Anschlag übernimmt. De Maizière sagte, deutsche Sicherheitsbehörden stuften das Schreiben als authentisch ein.

Angesichts der Diskussion um Körperscanner an Flughäfen sagte eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums: «Ein solches Gerät muss die Persönlichkeitsrechte des Fluggastes wahren.» Die Bundespolizei testet derzeit Geräte. Mittlerweile gebe es eine Software, die ein Oberflächenbild erzeuge, ohne intime Details zu zeigen, sagte die Sprecherin. «Oberflächenbilder sind verpixelte Bilder. Sie sehen nur eine Oberfläche.» Jedoch reiche die Sprengstofferkennung der Geräte und die Geschwindigkeit ihrer Kontrollen noch nicht aus. Hier werde noch intensiv geforscht. Man sei aber zuversichtlich, im kommenden Jahr erste Ergebnisse präsentieren zu können.

Der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion, Jörg van Essen, sagte am Dienstag im Westdeutschen Rundfunk (WDR), wenn die Eingriffe in die Intimsphäre der Fluggäste erheblich minimiert würden, seien die Geräte für den einzelnen Bürger sogar von Vorteil. «Wenn man technisch durchsucht wird, etwa auf Sprengstoff, ist das immer angenehmer, als wenn man von anderen Personen angefasst wird», meinte er. Die stellvertretende Vorsitzende der FDP-Fraktion, Gisela Piltz, sagte in der «Rheinischen Post» (Dienstag): «Wenn die Würde des Menschen gewahrt wird, müssen wir zur Sicherheit der Passagiere auch in solche Systeme investieren.»

Kommentare

Mediathek
  • Impressum
  • AGB
  • Werbung
  • Newsletter
  • Kontakt
  • Linktipps
  • Datenschutz
  • Sitemap