DEUTSCHLAND/WELT

31.01.2010 | Hamburg (dpa)
Nach Schneechaos Verkehrslage wieder beruhigt
Nachdem Tief «Keziban» weite Teile des Landes am Samstag ins Schneechaos gestürzt hatte, hat sich die Verkehrslage in der Nacht zum Sonntag zunehmend beruhigt.
Vereinzelt fiel zwar noch Schnee und viele Straßen vor allem im Nordosten waren nach wie vor spiegelglatt, größere Unfälle blieben jedoch aus. Hin und wieder landeten Autos im Straßengraben und es kam zu Blechschäden, verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen aber niemand. Die Ferieninsel Hiddensee ist weiterhin von der Außenwelt abgeschnitten, wie das Innenministerium in Mecklenburg-Vorpommern mitteilte.
Die Deutsche Bahn musste im Nordosten den Verkehr auf vielen Strecken komplett einstellen. Betroffen war auch der Fernverkehr. Auf den wenigen freien Strecken kam es teilweise zu Verspätungen. Ein Schienenersatzverkehr konnte wegen der Straßenverhältnisse nicht eingerichtet werden, hieß es in einer Mitteilung vom Samstagabend.

In Mecklenburg-Vorpommern, wo mittlerweile mehr Schnee liegt als in Bayern, gab es am Samstag selbst für Räumfahrzeuge und Abschleppdienste zeitweise kein Durchkommen mehr. Zahlreiche Autofahrer steckten stundenlang in Schneeverwehungen fest. Am Abend waren die Straßen mit Einschränkungen wieder befahrbar, die Polizei riet aber nach wie vor von unnötigen Autofahrten ab.
Auf dem Feldberg im Schwarzwald löste sich eine Lawine und verletzte zwei Menschen, einen davon schwer. Nach Angaben der Polizei in Freiburg und des Lagezentrums in Stuttgart erfasste die Lawine die beiden Menschen oberhalb einer Berghütte.
Neues Chaos auf Straßen und Schienen könnte es schon am Dienstag geben: Dem Deutschen Wetterdienst (DWD) zufolge zieht bereits ein weiteres Tief mit anhaltendem Schneefall heran. «Eine flächendeckende Schneemenge, die so lange hält, hatten wir das letzte Mal im Winter 1978/79», sagte die DWD-Meteorologin Dorothea Paetzold.
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