DEUTSCHLAND/WELT

12.02.2010 | Stralsund/Darmstadt (dpa)
Schneechaos geht weiter - Rügen-Brücke gesperrt
Das Schneechaos auf deutschen Straßen geht weiter. Autofahrer in weiten Teilen Deutschlands haben auch in der Nacht zum Freitag wieder gegen Schnee und Eis kämpfen müssen. Zahlreiche Autos und Lastwagen blieben auf Straßen in Mecklenburg-Vorpommern in bis zu 50 Zentimeter hohen Schneewehen stecken.
Die Insel Rügen war für Autofahrer seit dem frühen Freitagmorgen nicht mehr erreichbar. Die Rügenbrücke der B 96 musste gesperrt werden, wie die Polizei in Stralsund mitteilte. Ein Lastwagen hatte sich quergestellt und war in Schneeverwehungen steckengeblieben ist. Wie lange die Insel vom Straßenverkehr abgeschnitten sein wird, war zunächst unklar. Die Polizei bat Autofahrer, nach Möglichkeit nicht in die Region zu fahren.
Die Schneefälle stürzten auch Hessen in ein Verkehrs-Chaos. Allein in Südhessen zählte die Darmstädter Polizei mehr als 40 Unfälle - davon 30 auf der Autobahn 5 zwischen Frankfurt und Mannheim. Nach ersten Einschätzungen entstand dabei ein Gesamtschaden von knapp einer Million Euro.

Auch in Niedersachsen kam es zu Verkehrsbehinderungen - wetterbedingte Unfälle gab es aber nur selten. Wegen der schlechten Straßenverhältnisse fiel am Morgen in mehreren Landkreisen der Unterricht aus.
In Bayern entspannte sich die Lage auf den Straßen, Fluggäste am Münchner Flughafen mussten aber auch am Freitag wieder mit Verspätungen rechnen. Dort konnten die beiden Start- und Landebahnen am Morgen zwar planmäßig in Betrieb genommen werden. Weil am Donnerstag etliche Flüge wegen des schlechten Wetters gestrichen worden waren, kommt es aber im Laufe des Tages wieder zu Verspätungen, wie ein Flughafensprecher mitteilte. Viele Flugzeuge und Besatzungen befänden sich nicht an ihren planmäßigen Ausgangsorten.

12.02.2010 | Berlin (dpa/bb)
Flugverkehr in Berlin normal - Kaum Unfälle
Trotz der heftigen Schneefälle in der Nacht zum Freitag wurde der Flugverkehr in Berlin-Schönefeld und Berlin-Tegel nicht beeinträchtigt. Abflüge und Ankünfte waren nach Auskunft der Flughäfen pünktlich. Auch S-Bahnen, U-Bahnen und die Tram fuhren
normal. Größere Probleme gab es auch im Busverkehr nicht. In der Nacht und im Berufsverkehr am Freitagmorgen ereigneten sich in der Hauptstadt weniger Unfälle als sonst, wie die Polizei mitteilte. Beeinträchtigt wurde am Freitagmorgen der Regional- und
Fernbahnverkehr aber durch einen technischen Defekt von zwei Lüftungsklappen auf dem Hauptbahnhof.

Hauptproblem sind nach wie vor die teilweise sehr glatten Fußgängerwege. Deshalb wird diskutiert, ob Ein-Euro-Jobber zur Eisbeseitigung vor allem auch an den Haltestellen der Busse der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) eingesetzt werden können. Die Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) beschäftigt seit Freitag 160 Helfer, die rund 175 landeseigene Grundstücke von Eis befreien sollen. Geräumt werden soll vor Finanzämtern, Gerichtsgebäuden, Polizei- und Feuerwehrwachen. Auch das Technische Hilfswerk Berlin hat seine Hilfe im Kampf gegen die Glätte angeboten.
Streugut in den Baumärkten ist bereits knapp geworden. Die Berliner Stadtreinigung gibt deshalb am Freitagmittag in den Recyclinghöfen in Marzahn, Reinickendorf, Spandau, Steglitz und Treptow-Köpenick kostenlos Streugut an Privatleute ab.

12.02.2010 | Frankfurt/Potsdam
Schnee sorgt für viele Unfälle in Brandenburg
Die Schneefälle in der Nacht zum Freitag haben in Brandenburg zu glatten Fahrbahnen und zahlreichen Unfällen geführt. Die Polizei in Frankfurt (Oder) und Potsdam registrierte zwischen Mitternacht und 6.00 Uhr 30 Unfälle - deutlich mehr als sonst in der Nacht. Davon waren 20 auf die Witterungsverhältnisse zurückzuführen. Es gab aber nur Blechschäden. Die Autofahrer sollten ihre Geschwindigkeit den Straßenverhältnissen anpassen, mahnte die Polizei. Schneeverwehungen behinderten den Verkehr vor allem auf Nebenstraßen. Sehr glatt sei es oft auch auf Brücken.




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