DEUTSCHLAND/WELT

27.02.2010 | Dresden (dpa)
Auch Sachsen-CDU vermarktet Ministerpräsidenten
Ähnlich wie in Nordrhein-Westfalen hat auch die CDU in Sachsen bei ihren Veranstaltungen Sponsoren-Gespräche mit dem Ministerpräsidenten vermarktet.
Generalsekretär Michael Kretschmer bestätigte am Samstag entsprechende Medienberichte, Parallelen mit der «Sponsoring-Affäre» in NRW wies er jedoch zurück. «Das ist grundsätzlich anders», sagte er. Der Preis, den Unterstützer zum Beispiel bei einer Veranstaltung namens «Denkfabrik Sachsen» am kommenden Montag zahlten, richte sich ausschließlich nach dem Umfang der Präsentation. Jeder, der einen Stand habe, bekomme auch Besuch vom Landesvorsitzenden Stanislaw Tillich, sagte Kretschmer. Exklusive Gespräche habe man jedoch nie angeboten.
«Dass man da bei allen vorbeigeht und sie begrüßt, ist doch eine Selbstverständlichkeit und gehört zum guten Ton», sagte Kretschmer der Deutschen Presse-Agentur dpa. Diesen Rundgang, der zudem in aller Öffentlichkeit stattfinde, habe es bislang immer gegeben. Zudem werde Tillich in seiner Eigenschaft als Landesvorsitzender und nicht als Ministerpräsident angekündigt. Künftig werde man mit den Standbesuchen aber nicht mehr werben.
Die «Leipziger Volkszeitung» (Samstag) und das Magazin «Der Spiegel» berichteten von vierstufigen Sponsoring-Angeboten bis zu einem Preis von 8000 Euro. Ab Stufe drei sei ein Gespräch mit Tillich enthalten. Kretschmer sagte, dies liege daran, dass erst diese Stufe eigene Stände beinhalte. Ohne Stand gebe es auch keine Tillich- Besuche.




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