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  • Mord an Obdachlosem

DEUTSCHLAND/WELT

 

08.03.2010 | Berlin (dpa/bb) - update

Prozess am Berliner Landgericht um Mord an einem Obdachlosen - Student schweigt

 

Am Montagmorgen hat vor dem Berliner Landgericht der Prozess gegen einen Germanistikstudenten begonnen. Der Student, der einen Obdachlosen ermordet und zerstückelt haben soll, hat zu Prozessbeginn am Montag vor dem Berliner Landgericht die Aussage verweigert. Laut Anklage hatte der 28-jährige Berliner «den perfekten Mord» geplant. Das Opfer aus der Trinkerszene am Bahnhof Zoo habe er sich demnach gezielt ausgesucht, um die Leiche verschwinden zu lassen. Der Angeklagte soll den 42-
jährigen Brandenburger im August 2009 in seine Schöneberger Wohnung gelockt und dort mit Axt und Messer verstümmelt haben.

In einem im Prozess verlesenen Brief an seine Mutter hatte der Student geschrieben, nach gemeinsamer Zecherei sei ein Streit um Geld entbrannt. Dabei sei er vor Wut außer sich geraten. Wie von Sinnen habe er mit der Axt zugeschlagen. Hinterher habe er ein quälendes Schamgefühl verspürt. Kurz nach der Tat hatte sich der Student der Polizei offenbart. Beamte fanden den Kopf und weitere Leichenteile auf einem früheren Bahngelände am Innsbrucker Platz. In der Wohnung des Angeklagten befanden sich weitere Körperteile.

Der Verteidiger strebt ein Urteil wegen Totschlags im Affekt an. Der Student habe keinen kaltblütigen Mord verübt. Der Angeklagte habe die Leiche verscharrt, weil er die furchtbare Tat ungeschehen machen wollte, erklärte der Anwalt am Rande des Prozesses.

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