DEUTSCHLAND/WELT

12.03.2010 | Berlin (dpa)
BND-Umzug nach Berlin verzögert sich bis 2014
Der Umzug des Bundesnachrichtendienstes (BND) von Bayern nach Berlin wird sich um fast ein Jahr auf Anfang 2014 verzögern. Das Gebäude werde Ende des Jahres 2013 an den BND übergeben, sagte Andreas Kübler, Sprecher des Bundesamts für Bauwesen und Raumordnung am Freitag. Bei der Grundsteinlegung im Mai 2008 plante der BND noch, zu Beginn des Jahres 2013 in seinen großen Neubau nahe dem Regierungsviertel einzuziehen. Der Komplex für 4000 Mitarbeiter wird mit geschätzten 730 Millionen Euro auch 10 Millionen Euro teurer als ursprünglich geplant. Richtfest soll am 25. März sein.
Grund für die mehrmonatige Verzögerung beim Umzug sei unter anderem der lange Winter, ergänzte Kübler. Schnee und Kälte führten allein in diesem Jahr zu sechs Wochen Bauverzögerung. Die Gesamtkosten für den Komplex dürften sich bis zur Fertigstellung auch noch erhöhen. Denn die Kalkulation stammt aus dem Oktober 2006. Seitdem gab es unter anderem eine Mehrwertsteuererhöhung um drei Prozent. Die bisherige Steigerung der Baukosten um zehn Millionen Euro hänge mit der Umplanung des Schulungsgebäudes zusammen, erläuterte Sprecher Kübler. Dort soll nun auch die Schule für den Bundesverfassungsschutz mit einziehen. Dafür wird das Gebäude erweitert.

Der BND-Komplex ist an der Chausseestraße in der nördlichen Mitte Berlins bereits deutlich sichtbar aus dem Sandboden gewachsen. Dort entsteht unter anderem das 270 Meter lange und 150 Meter breite Hauptgebäude. Später wird es mit einer Natursteinfassade verkleidet und durch einen Zaun von der Straße abgetrennt.
Der Umzug des BND wurde im Mai 2006 beschlossen. Damals war der Einzug in die neuen Gebäude bereits für das Jahr 2011 vorgesehen. Rund 1000 Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes sollen nach der damaligen Vereinbarung weiter am bisherigen Hauptsitz im bayerischen Pullach bleiben.




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