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DEUTSCHLAND/WELT

 

14.03.2010 | Berlin (dpa)

Bahn plant Sicherheitsoffensive

Die Deutsche Bahn will mit einer neuen Sicherheitsoffensive gegen Gewalt und Sachbeschädigung in Zügen und an Bahnhöfen vorgehen. Ein Bahnsprecher bestätigte am Sonntag einen entsprechenden Bericht der «Bild am Sonntag». Am Montag wolle die Bahn der Öffentlichkeit Details vorstellen.

Nach Informationen der Zeitung sollen die 3350 eigenen Sicherheitskräfte der Bahn um 150 Mann aufgestockt werden. Geschulte Mitarbeiter sollten in Zukunft nicht nur an einem Bahnhof eingesetzt werden, sondern bundesweit. Rund 11 000 Service-Mitarbeiter, Kundenbetreuer und Zugbegleiter sollten in Sicherheitstrainings besser geschult werden.

Das Konzept sehe auch vor, dass die 6500 Überwachungskameras in Zügen und Bahnhöfen künftig detailliertere Aufnahmen liefern. Eine neue Software solle helfen, verdächtige Gegenstände und auffällige Personenbewegungen leichter auf den Überwachungsmonitoren zu erkennen.

Jeden Tag gibt es nach Angaben der Zeitung bei der Bahn rund 30 Fälle von Körperverletzung, im Jahr über 10 000. Die DB-Zentrale registriere insgesamt pro Jahr rund 87 000 Straftaten - von der Sachbeschädigung bis zum Schwarzfahren.

 

www.bahn.de

14.03.2010 | Berlin (dpa)

Bahn-Gewerkschaften unterstützen Sicherheitspläne

Die Gewerkschaften Transnet und GDBA unterstützen die angekündigten neuen Sicherheitspläne der Deutschen Bahn. In einer gemeinsamen Mitteilung werteten GDBA-Vize Peter Troege und Transnet-Vorstand Martin Burkert die Pläne als «ersten richtigen Schritt». Mit einer Sicherheitsoffensive will die Bahn gegen Gewalt und Sachbeschädigung in Zügen und an Bahnhöfen vorgehen. Ein Bahnsprecher bestätigte am Sonntag einen entsprechenden Bericht der «Bild am Sonntag». Allein bei der Berliner S-Bahn soll die Zahl der Sicherheitsleute um zehn Prozent aufgestockt werden.

Troege und Burkert forderten, dass die zusätzlich eingesetzten Beschäftigten eine «dauerhafte Perspektive» bekommen. Die 3350 eigenen Sicherheitskräfte der Bahn sollen laut Zeitung um 150 Mann aufgestockt werden. Geschulte Mitarbeiter sollten in Zukunft nicht nur an einem Bahnhof eingesetzt werden, sondern bundesweit. Rund 11 000 Service-Mitarbeiter, Kundenbetreuer und Zugbegleiter sollten in Sicherheitstrainings der Bundespolizei besser geschult werden.

Das Konzept sehe auch vor, dass die 6500 Überwachungskameras in Zügen und Bahnhöfen künftig detailliertere Aufnahmen liefern. Eine neue Software solle helfen, verdächtige Gegenstände und auffällige Personenbewegungen zu erkennen.

Nach Angaben der Gewerkschaften wurden 2008 rund 900 Beschäftigte der Bahn bei gewaltsamen Angriffen verletzt. In einer Umfrage gab die Hälfte der Zugbegleiter an, dass sie sich auf der Arbeit nicht ausreichend sicher fühlen.

Ein Bahnsprecher bezeichnete dagegen im dpa-Gespräch Bahnfahren als sicher. Während die Polizeikriminalstatistik im Jahr 2008 deutschlandweit pro 100 000 Einwohner 7500 Straftaten zählte, hätte es bei der Bahn nur 17 Straftaten pro 100 000 Reisende gegeben. Mit der Sicherheitsoffensive wolle die Bahn dafür sorgen, dass die Zahl weiter sinke.

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