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DEUTSCHLAND/WELT

 

04.04.2010 | Moskau (dpa)

Ostern im All

Pünktlich zum Ostersonntag hat die neue Langzeitbesatzung der ISS mit ihrer Sojus-Kapsel an der Internationalen Raumstation angedockt. An Bord sind eine US- Astronautin und zwei russische Kosmonauten. Die Raumkapsel war am Freitag vom Weltraum-Bahnhof Baikonur gestartet. Die Rückkehr der neuen Crew ist für September geplant. Bis dahin stehen zahlreiche wissenschaftliche Experimente auf dem Programm. Am Ostermontag soll das US- Space-Shuttle «Discovery» mit sieben Astronauten zur ISS starten

 


 

02.04.2010 | Moskau (dpa)

Neue Langzeitbesatzung zur ISS gestartet


Ostern im All: Vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan ist unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen eine neue Langzeitbesatzung zur Internationalen Raumstation ISS gestartet.

Die Behörden hatten das Gelände nach den Terroranschlägen in der Moskauer Metro mit 40 Toten fast völlig abgeriegelt. Die Rakete hob am Freitag pünktlich um 06.04 Uhr MESZ in der zentralasiatischen Steppe ab. Das teilte die Flugleitung bei Moskau nach Angaben der Agentur Interfax mit. Die Sojus-Kapsel mit der US-Astronautin Tracy Caldwell-Dyson sowie den russischen Kosmonauten Michail Kornijenko und Alexander Skworzow soll am Sonntag an der ISS andocken. Derzeit halten sich dort Raumfahrer aus den USA, Russland und Japan auf.

Die Rückkehr der neuen Crew ist für den 16. September geplant. Während des knapp sechsmonatigen Aufenthalts stehen zahlreiche wissenschaftliche Experimente auf dem Programm. So sollen die drei Raumfahrer Möglichkeiten für ein Erdbebenwarnsystem erarbeiten. Zudem muss das Wasseraufbereitungssystem repariert werden. Skworzow (43) und Kornijenko, der auf der ISS seinen 50. Geburtstag feiern wird, fliegen erstmals ins All. Caldwell-Dyson (40) besuchte den «Außenposten der Menschheit» bereits 2007 mit der US-Raumfähre «Endeavour». Als eine der letzten US-Missionen soll am Montag das Space-Shuttle «Discovery» mit sieben Astronauten zur ISS starten.

Caldwell-Dyson hatte vor dem Start der Sojus gesagt, der Gedanke an das Ende der US-Missionen «versetze ihr einen Stich ins Herz». Dass die NASA die Shuttle-Flotte bis Ende des Jahres außer Betrieb nehmen wolle, «hinterlasse einen bitteren Nachgeschmack». Künftig sollen russische Raumschiffe die ISS-Versorgungsflüge übernehmen.

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