DEUTSCHLAND/WELT

21.04.2010 | Berlin (dpa)
Girls' Day zum 10. Jubiläum mit Angela Merkel
Am Donnerstag ist wieder einmal Girls' Day. In diesem Jahr soll er zum zehnten Mal Mädchen für technische Ausbildungsberufe und Studienfächer begeistern. Auch weibliche Vorbilder in Führungspositionen in Wirtschaft und Politik sollen die Mädchen motivieren, bei der Berufswahl ruhig auch klassische Männerdomänen ins Auge zu fassen. Zum Auftakt des diesjährigen Girls' Day lädt Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mittwoch 24 Schülerinnen in das Kanzleramt ein.
Veranstaltungen sind ausschließlich in Berufsgruppen mit einem Frauenanteil von unter 40 Prozent erlaubt. Jungen sind ausdrücklich ausgeladen. Hintergrund ist, dass die Veranstalter glauben, Mädchen könnten sich untereinander ungezwungener mit technischen Fragen beschäftigen. Eine Ausnahme macht die Bundesbehörde für die Stasi-Unterlagen. Dort werden unter dem Motto «Boys' Day» männliche Schüler mit der Arbeit als Bürokraft vertraut gemacht. Im Rahmenprogramm gibt es allerdings auch weitere Veranstaltungen für Jungs.

Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, erklärt anlässlich des Girls' Day das Anliegen so: «Wir brauchen mehr Frauen in technisch-wissenschaftlichen Berufen, denn wir können es uns nicht leisten, die Hälfte unseres Potenzials an Kompetenz und Kreativität nicht auszuschöpfen.»
Seit 2001 haben sich mehr als 900 000 Schülerinnen an den «Mädchen-Tagen» beteiligt. Dieses Jahr können sie etwa im ZDF-Hauptstadtstudio die Arbeit von Kamerafrauen, Bildtechnikerinnen oder Toningenieurinnen kennenlernen. Die Helmholtz-Gemeinschaft bietet im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt die Möglichkeit zur Begleitung einer Planetenforscherin. Im Deutschen Herzzentrum steht die Arbeit einer Herzchirurgin im Mittelpunkt.

Am 22. April: Girls' Day

Am Girls' Day schnuppern Schülerinnen in typische Männerberufe hinein. Der bundesweite Aktionstag findet seit zehn Jahren an jedem vierten Donnerstag im April statt. Seitdem haben etwa eine Million Mädchen Berufe kennengelernt, in denen der Frauenanteil unter 40 Prozent liegt. Der Mädchen-Zukunftstag wird unter anderem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Schülerinnen ab der 5. Klasse sollen etwa beim Löten, Schrauben und Schweißen die Scheu vor technischen und naturwissenschaftlichen Berufen verlieren oder Frauen in Führungspositionen erleben. Die Idee stammt aus den USA, wo die Aktion 1993 eingeführt wurde. Hamburg (dpa)
Internet: www.girls-day.de

21.04.2010 | Berlin (dpa)
Merkel macht Mädchen Mut zu Männerberufen
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat am Mittwoch bei der Autaktveranstaltung zum zehnten Girls' Day Mädchen Mut gemacht, Männerberufe zu erobern. «Ich habe schon Physik studiert und (...) ich darf Ihnen versichern: Auch Mädchen können das», sagte Schirmherrin Merkel im Kanzleramt zu 24 Schülerinnen aus Berlin.
Die Mädchen sollten bei dem bundesweiten Aktionstag am Donnerstag in Berufe hineinschnuppern, «die interessant und spannend sind, aber auf die man vielleicht nicht so kommt, wenn man sich mit einer Freundin darüber unterhält, was man werden will», riet Merkel. Viele Berufe der Zukunft lägen ganz im technischen und ingenieurwissenschaftlichen Bereich. «Und wir wissen, dass Mädchen gut geeignet sind», sagte die Kanzlerin. Schließlich haben sie längst bessere Schulnoten als die Jungen.
In diesem Jahr können beim Girls' Day mehr als 132 000 Mädchen männertypische Berufe wie Elektroniker oder Informatiker kennenlernen. Damit soll die Zahl der Gesamt-Teilnehmerinnen im zehnten Jahr die Eine-Million-Marke überschreiten.
Internet: www.girls-day.de




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