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  • Ölplattform gesunken

DEUTSCHLAND/WELT

 

24.04.2010 | Washington (dpa)

Suche nach elf Bohrinsel-Opfern eingestellt

Die US-Küstenwache hat in der Nacht zum Samstag die Suche nach elf vermissten Arbeitern der Unglücks-Bohrinsel im Golf von Mexiko eingestellt. Nach drei Tagen erbitterter Suche mit Schiffen und Flugzeugen gebe es so gut wie keine Hoffnung mehr, die Vermissten zu finden, hieß es.

Bei den geringsten Hinweisen würde die Suche jedoch umgehend wieder aufgenommen. Optimistischer blieben die Behörden bis zum Freitagabend (Ortszeit) mit Blick auf eine mögliche Umweltkatastrophe.

Einen Tag nach dem Untergang der riesigen Ölplattform sei am Freitag zunächst kein weiteres Rohöl an die Meeresoberfläche getreten. Auch aus dem Bohrloch in über 1500 Meter Tiefe scheine derzeit kein Öl zu sprudeln, sagte Ashley Butler, eine Sprecherin der Küstenwache in Louisiana. Allerdings treibt bereits ein größerer Ölteppich auf die Küste von Louisiana zu. Nach Butlers Worten bedeckt der Ölfilm an einigen Stellen bereits eine Meeresfläche von 16 mal 16 Kilometer. Bei normaler Strömung werde es drei bis vier Tage dauern, bis das Öl die Küste bei Venice erreiche, sagte Butler.

24.04.2010 | Washington (dpa)

Gigantische Ölplattform explodiert und gesunken


Die amerikanische Küstenwache hat am Freitag die Furcht vor einer verheerenden Umweltkatastrophe am Golf von Mexiko vorerst gedämpft: Einen Tag nach dem Untergang einer riesigen Ölplattform sei am Freitag zunächst kein weiteres Rohöl an die Meeresoberfläche getreten.

Auch aus dem Bohrloch in über 1500 Meter Tiefe scheine derzeit kein Öl zu sprudeln, sagte Ashley Butler, eine Sprecherin der Küstenwache in Louisiana. Allerdings treibt bereits ein größerer Ölteppich auf die Küste von Louisiana zu.

Nach den Worten Butlers bedeckt der Ölfilm an einigen Stellen bereits eine Meeresfläche von 16 mal 16 Kilometer. Vermutlich handele es sich um Ölreste der Explosion. Der Teppich befand sich am Freitag etwa 60 Kilometer vor der Küste Louisianas. Bei normaler Strömung werde es mehrere Tage dauern, bis das Öl die Küste bei Venice erreiche, sagte Butler. Umweltschützer warnten, dass durch das Öl Vögel und Garnelenkulturen gefährdet seien.

Die Gefahr durch weitere Ölmassen ist längst nicht gebannt. «Wir können noch nicht endgültig ausschließen, dass weiteres Öl in den Golf von Mexiko tritt», hieß es bei der Küstenwache.

Die Plattform «Deepwater Horizon» des Konzerns BP (British Petrol) ist so groß wie zwei Fussballfelder. Auf ihr hatte sich am Dienstag aus bisher unbekannten Gründen eine schwere Explosion ereignet. Die meisten der über 120 Arbeiter konnten gerettet werden. 17 wurden verletzt. Elf Arbeiter werden seit der Explosion vermisst. Es gibt kaum noch Hoffnung, dass sie lebend gefunden werden.

Gegen den Ölteppich werden derzeit Dispersionsmittel eingesetzt, die das Öl aufsaugen sollen, sagte die Küstenwache. Der Ölkonzern BP teilte mit, er habe Schiffe und Flugzeuge zum Unglücksort geschickt, um den Bohrinsel-Betreiber Transocean dabei zu unterstützen, die Ölverschmutzung unter Kontrolle zu bringen. «Wir sind entschlossen, alles in unserer Macht stehende zu tun, um die Ölverschmutzung in Schach zu halten und die Situation so sicher, schnell und effektiv wie möglich zu lösen», erklärte BP-Chef Tony Hayward.

Zuvor gab es am Donnerstag Berichte, wonach unter Wasser Öl austrete. «Rohöl und Gas werden unkontrolliert von einer Leitung aus der Quelle freigesetzt», sagte ein Sprecher der Nationalen Meeresbehörden dem TV-Sender MSNBC. Drei Versuche, die Quelle zu schließen, seien erfolglos verlaufen.  

Schlimmstenfalls würden täglich etwa 1,2 Millionen Liter (ca. 1000 Tonnen) Öl ins Wasser gespült. Hinzu kommen mehr als 2,5 Millionen Liter (2100 Tonnen) Rohöl, die aus der Plattform selbst in den Golf gelangen könnten. Zum Vergleich: Bei der schweren Katastrophe des Tankers «Exxon Valdez» im März 1989 vor der Küste Alaskas flossen 42 000 Tonnen aus.

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