• PROGRAMM
  • AKTUELL
  • MEDIATHEK
  • MUSIK
  • SERVICE
  • BERLIN
  • KONTAKT

Anmelden

  • Berlin

  • Deutschland/Welt

  • Sport

  • Polizei Aktuell

  • Rückrufaktionen

  • Jochens Hertha-Tipp

  • BER Aktuell

  • Berlinale

  • Jahresrückblick 2011

  • FIFA Frauen-WM 2011

  • Startseite
  • Aktuell
  • Deutschland/Welt
  • Deutscher Islamist tot?

DEUTSCHLAND/WELT

 

03.05.2010 | Istanbul/Wiesbaden (dpa)

Deutscher Islamist Eric Breininger soll tot sein

Der deutsche Islamist Eric Breininger soll von pakistanischen Soldaten getötet worden sein. Das meldeten islamistische Websites in der Nacht zum Montag. Von unabhängiger Seite konnte dies jedoch zunächst nicht bestätigt werden. Im Bundeskriminalamt (BKA) hieß es am Montag lediglich, die Nachricht sei im Haus bekannt und werde geprüft. Eine Sprecherin der Behörde in Wiesbaden sagte: «Wir können den Wahrheitsgehalt weder bestätigen noch dementieren.»

Im Auftrag der Bundesanwaltschaft ermittele das BKA gegen Breininger wegen des Verdachts auf Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, es gebe nach wie vor einen internationalen Haftbefehl gegen ihn.

Nach Angaben der Islamisten starb Breininger, der sich den Kampfnamen «Abdulgaffar der Deutsche» gegeben hat, am vergangenen Freitag gemeinsam mit einem türkischen Terroristen. Der türkische Extremist, der den Kampfnamen «Selahaddin Türki» trug, hatte eine Website militanter Islamisten geleitet.

Eric Breininger, der dem Umfeld der Islamischen Dschihad-Union zugerechnet wird und Kontakt zu den sogenannten Sauerland-Attentätern hatte, war in den vergangenen zwei Jahren in mehreren Terroristen-Videos aufgetaucht. Darin hatte er unter anderem gesagt, Deutschland müsse wegen des Afghanistan-Einsatzes der Bundeswehr mit Anschlägen rechnen. In einem Video vom Oktober 2008 hatte der junge Mann erklärt: «Ich befinde mich in Afghanistan und plane persönlich keinen Anschlag gegen die Bundesrepublik Deutschland.»

Der aus dem Saarland stammende 22-Jährige war nach Erkenntnissen der Behörden Anfang 2007 zum Islam konvertiert. Er war im September 2007 über Ägypten nach Pakistan in die Ausbildungslager der Islamischen Dschihad Union gereist. Seit 2008 war er als Dschihad-Kämpfer aufgetreten und hatte deutsche Muslime aufgerufen, sich dem Heiligen Krieg anzuschließen. Zuletzt war Breininger Mitte April in einem Propagandavideo an der Seite weiterer deutscher Islamisten zu sehen gewesen.

In der Erklärung der Islamisten hieß es weiter, Selahaddin Türki habe, obgleich er schon verletzt gewesen sei, während des Gefechts mit den «vom Glauben abgefallenen Pakistanern» eine Handgranate gezündet. Vier Soldaten seien getötet worden. Das Gefecht habe sich in der Region Nord-Waziristan ereignet, zwischen der Stadt Miran Shah und der Ortschaft Mir Ali.

Nach Informationen von «Spiegel Online» und «Welt Online» verbirgt sich hinter dem Namen Selehuddin Türki ein 32 Jahre alter Deutsch-Türke aus Niedersachsen. Er habe wie Breininger im Sauerland gelebt und sei nach einem Gefängnisaufenthalt vor mehreren Jahren in die Türkei abgeschoben worden.

Bundeskriminalamt: www.bundeskriminalamt.de

Kommentare

Mediathek
  • Impressum
  • AGB
  • Werbung
  • Newsletter
  • Kontakt
  • Linktipps
  • Datenschutz
  • Sitemap