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  • Wirbelstürme in Brandenburg

DEUTSCHLAND/WELT

 

25.05.2010 | Großenhain

Aufräumen nach Tornados in Ostdeutschland

 

Ein totes Mädchen, dutzende Verletzte und immense Schäden sind die schlimme Bilanz des Tornados am Pfingstmontag in Sachsen und im südlichen Brandenburg.

 

Die Sechsjährige hatte im sächsischen Großenhain in einem Auto gesessen, als ein Baum darauf stürzte. Der Tornado wütete nach Schätzungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) auf einer Strecke von 80 bis 100 Kilometern. „Das wäre eine der längsten Tornadospuren, die es je in Deutschland gab“, hieß es beim DWD.

 

Nach Angaben der Behörden wurden allein in Großenhain knapp 40 Menschen verletzt. Oberleitungen zerrissen, Dächer wurden abgedeckt, etliche Bäume stürzten um. Bereits in der Nacht hatte das große Aufräumen begonnen. Großenhains Oberbürgermeister Burkhard Müller (CDU) sprach am Dienstag von einer „Schneise der Verwüstung“ in seiner Stadt. Es werde Tage und Wochen dauern, bis alle Schäden beseitigt sind. Der Landkreis Meißen stellte für Großenhain eine Soforthilfe von 250 000 Euro bereit. In einigen Ortsteilen fehlte am Vormittag noch der Strom. Die Schulen blieben geschlossen, da zunächst die Sicherheit der Gebäude geprüft werden sollte.

 

Bei Leppersdorf fegte der Tornado zwei Campinganhänger von der Straße. Einer landete auf dem Dach, der andere wurde gegen einen Baum gedrückt. In der Region krachten tischtennisballgroße Hagelkörner auf Autos und Dächer. In Mühlberg deckte der Wirbelsturm die Dächer von mindestens 20 Häusern ab.

Quelle: dpa
Windhose in Mühlberg (YouTube)
Video
25.05.2010 | Mühlberg/Finsterwalde

Tornados wüten in Brandenburg und Sachsen

 

Ein totes Mädchen, dutzende Verletzte und immense Schäden sind die schlimme Bilanz des Tornados am Pfingstmontag in Sachsen. Die Sechsjährige hatte in Großenhain in einem Auto gesessen, als ein Baum darauf stürzte.

 

Der Tornado wütete nach Schätzungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) auf einer Strecke von 80 bis 100 Kilometern. «Das wäre eine der längsten Tornadospuren, die es je in Deutschland gab», hieß es beim DWD.

 

Nach Angaben der Behörden wurden allein in Großenhain knapp 40 Menschen verletzt. Oberleitungen zerrissen, Dächer wurden abgedeckt, etliche Bäume stürzten um. Bereits in der Nacht hatte das große Aufräumen begonnen. Großenhains Oberbürgermeister Burkhard Müller (CDU) sprach am Dienstag von einer «Schneise der Verwüstung» in seiner Stadt. Es werde Tage und Wochen dauern, bis alle Schäden beseitigt sind. Der Landkreis Meißen stellte für Großenhain eine Soforthilfe von 250 000 Euro bereit. In einigen Ortsteilen fehlte am Vormittag noch der Strom. Die Schulen blieben geschlossen, da zunächst die Sicherheit der Gebäude geprüft werden sollte.

Auch der Zugverkehr kam in der Region teilweise zum Erliegen. Die Fernzüge zwischen Dresden und Berlin wurden umgeleitet. Umgestürzte Bäume, Äste und Schlamm behinderten auch den Straßenverkehr auf den sächsischen Autobahnen A 13 und A 4.

 

Eine von der Nordsee heranziehende, labil geschichtete Luftmasse sei auf wärmere Luft getroffen. Diese Wetterentwicklung habe sich in teilweise schweren Gewittern entladen, erklärte der Potsdamer Meteorologe des DWD, Gerd Saalfrank, das Unwetter in Brandenburg. Stellenweise gingen dort 30 bis 40 Liter Regen pro Quadratmeter nieder, berichtete der Wetterfachmann.

 

In Brandenburg raste ein Wirbelsturm durch die knapp 4500 Einwohner zählende Stadt Mühlberg und deckte die Dächer von schätzungsweise 20 Häusern ab, wie die Polizei berichtete. Außerdem sollen mehrere Bäume auf Autos und Häuser gestürzt sein.

Die von dort nach Sachsen führende Elbbrücke wurde mehrere Stunden lang gesperrt. Am späten Abend gab die Polizei sie wieder für den Verkehr frei, ihre Statik soll jedoch am Dienstag überprüft werden. Wegen anfangs unpassierbarer Zufahrtsstraßen kamen Einsatzkräfte der Feuerwehr nur mühsam voran. Vorübergehend fiel im gesamten Stadtgebiet der Strom aus. Die Kirche wurde beschädigt.

 

Auch in anderen Teilen Deutschlands - so im Osten und im Norden - gab es Gewitter und Unwetter. Allerdings hielten sich die Schäden meist in Grenzen. Bäume knickten um und Keller liefen voll. In Berlin etwa musste die Feuerwehr am Montagnachmittag zwischen 16 und 19 Uhr 38 Mal wegen der Unwetter ausrücken.

 

Im anderen Teilen Deutschlands war der Pfingstmontag der bislang wärmste Tag des Jahres. In Mannheim wurden bis 28 Grad gemessen, in Offenbach 27, sagte Meteorologe Christoph Hartmann vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach auf Basis vorläufiger Daten. «Das war in Süddeutschland vielerorts ein Sommertag.»

 

Quelle: dpa

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