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DEUTSCHLAND/WELT

 

Filmfestival in Cannes Eröffnung
Fotos
13.05.2010 | Cannes

«Robin Hood» eröffnete Festival in Cannes

 

Es war eine Eröffnungsgala ohne die Hauptperson: Regisseur Ridley Scott musste am Mittwochabend die Uraufführung seines Helden-Epos «Robin Hood» zur Eröffnung des Filmfestivals in Cannes vom Krankenbett aus verfolgen.

Eine Knieoperation hatte ihn von einer Reise an die Côte d'Azur abgehalten. Doch seine Hauptdarsteller Russell Crowe und Cate Blanchett - in einem atemberaubenden schwarzsilbernen langen Kleid - vertraten ihn würdig. Wie viele andere ihrer Kollegen sprachen sie Scott Genesungswünsche in die Kameras.

Und auch sonst ließ der Glamour auf dem Roten Teppich des legendären Palais an der Croisette nichts zu wünschen übrig. Elegant wie immer flanierte Helen Mirren in den Saal, Salma Hayek winkte den Fans zu und gab Interviews, und «Desperate Housewife» Eva Longoria Parker hauchte Küsschen in die Menge.

Am Nachmittag hatte Jury-Präsident Tim Burton das Motto der 63. Filmfestspiele an der Côte d'Azur ausgegeben: Sie seien offen für alle Filme. «Wir in der Jury sind in keinster Weise voreingenommen», sagte der Regisseur («Alice im Wunderland»). «Es gibt nichts, wonach wir speziell suchen», sagte er, auch nicht nach politischen Themen. «Wir wollen Filme, die uns berühren.»

Der eigenwillige Filmemacher begrüßte, dass in diesem Jahr nicht so viele Hollywood-Produktionen im Wettbewerb sind. «Das ist eine Chance zu sehen, was in der Welt des Kinos sonst noch so los ist», sagte er. Aus den USA kommt nur ein einziger Beitrag und zwar Dough Limans «Fair Game» mit Sean Penn in der Hauptrolle. Die meisten der 19 Beiträge kommen aus nichteuropäischen Ländern.

Burton freue sich schon darauf, überrascht zu werden. «Das Element der Überraschung ist sehr wichtig - und ich bin mir sicher, wir werden überrascht werden!» In der Jury sitzen neben Burton acht weitere Filmemacher und Schauspieler, darunter die Schauspielerin Kate Beckinsale und ihr Kollege Benicio Del Toro. Der kündigte an, bestens auf seinen Job als Jurymitglied vorbereitet zu sein: Er habe sich die Ohren saubergemacht und die Brillengläser geputzt. Hollywoodstar Beckinsale versicherte, dass sie sich vor den vielen Männern in der Jury nicht fürchte. «Ich habe vier Brüder, da bin ich es gewöhnt, von Jungs umgeben zu sein», sagte die 36-Jährige. Neben Beckinsale ist noch die italienische Schauspielerin Giovanna Mezzogiorno Jurymitglied.

Bestens gelaunt hatten Blanchett und Crowe den neuen «Robin Hood» vorgestellt. Die größte Herausforderung sei gewesen, dass Ridley Scott ihr bei den Dreharbeiten immer wieder Matsch ins Gesicht geschmiert habe. Doch es habe sie entschädigt, dass sie Russell Crowe habe küssen dürfen. Der sprach vor allem über Scott und seine Motivation, die hundertfach erzählte Geschichte des englischen Volkshelden neu zu verfilmen.

«Wir haben eine ziemlich arrogante Perspektive eingenommen und sagen den Zuschauern: "Was auch immer Ihr glaubtet, über Robin Hood zu wissen, es ist falsch"», sagte Crowe am Mittwoch bei der Vorstellung des Eröffnungsfilms der Filmfestspiele in Cannes. Der mehr als zweistündige Film setzt vor der bekannten Heldensage ein und präsentiert einen Robin Hood, der Anfang des 13. Jahrhunderts als ehemaliger Kreuzritter nach England zurückkehrt.

Bis zum 23. Mai konkurrieren an der Croisette 19 Filme um die Goldene Palme. Dabei geht mit Mahamat-Saleh Harouns «Un Homme Qui Crie» erstmals ein Beitrag aus dem Tschad ins Rennen, China stellt «Chongqing Blues» von Xiaoshuai Wang vor, Südkorea ist gleich zwei Mal vertreten, und aus Thailand bringt Filmemacher Apichatpong Weerasethakul «Uncle Boonmee Who Can Recall His Past Lives» mit nach Cannes.

Frankreich geht mit vier Filmen und damit den meisten Beiträgen in den Wettbewerb, darunter Mathieu Amalric («Tournée»), Xavier Beauvois («Des Hommes Et Des Dieux», Rachid Bouchareb («Hors La Loi») und Altmeister Bertrand Tavernier, der mit «La Princesse de Montepensier» um die Goldene Palme konkurriert. Außer Konkurrenz zeigt Oliver Stone mit «Wallstreet 2 - Money Never Sleeps» die Fortsetzung seines Blockbusters aus den 80er Jahren mit Michael Douglas. Stars wie Naomi Watts, Antonio Banderas und Anthony Hopkins sind in Woody Allens neuem Film «You Will Meet A Tall Dark Stranger» zu sehen.

dpa

www.festival-cannes.com

Cannes 2010
Fotos
12.05.2010 | Cannes

Robin Hood eröffnet Festival in Cannes

 

Roter Teppich und rebellische Kreuzritter: Mit dem Heldenepos «Robin Hood» wird am Mittwoch, dem 12. Mai 2010, das 63. Filmfestival von Cannes eröffnet.

Auf dem roten Teppich werden neben den Hauptdarstellern Russell Crowe und Cate Blanchett auch die Stars der Jury erwartet - allen voran Präsident Tim Burton und die Schauspielerin Kate Beckinsale und ihr Kollege Benicio Del Toro. Rätselraten gab es bis zum Dienstagabend noch, ob Regisseur Ridley Scott zu der Premiere seines Filmes kommen würde. Filmdienste berichteten, dass eine Knieoperation ihn davon abhalte.

Bis zum 23. Mai konkurrieren an der Croisette 19 Filme um die Goldene Palme. Mit dabei sind der Brite Mike Leigh mit «Another Year», der Amerikaner Dough Liman mit «Fair Game» und der Franzose Mathieu Amalric mit «Tournée». Noch am Montag hatte der künstlerische Leiter, Thierry Frèmaux, «Route Irish» von Ken Loach für den Wettbewerb benannt. Außer Konkurrenz stellen Oliver Stone, Woody Allen und Stephen Frears ihre neuesten Filme vor.

Robin Hood
Video

Jetzt fehlen nur noch die STARS!

 

Cannes rüstet sich für die Filmstars. Von diesem Mittwoch (12. Mai) an werden sie auf den roten Teppichen posieren, Interviews geben, Filme vorstellen und ihre Gesichter immer wieder in die Kameras der Fotografen und Touristen aus der ganzen Welt halten.

18 Produktionen konkurrieren in diesem Jahr um die Goldene Palme, wobei die meisten Beiträge aus nichteuropäischen Ländern kommen: Mahamat-Saleh Haroun schickt mit «Un homme qui crie» erstmals einen Film aus dem Tschad ins Rennen, China stellt «Chongqing Blues» von Xiaoshuai Wang vor, Südkorea ist gleich zweimal vertreten, und aus Thailand bringt Filmemacher Apichatpong Weerasethakul «Uncle Boonmee Who Can Recall His Past Lives» mit an die Croisette.

Frankreich geht mit vier Filmen und damit den meisten Beiträgen in den Wettbewerb, darunter Mathieu Almaric («Tournée»), Xavier Beauvois («Des hommes et des dieux»), Rachid Bouchareb («Hors la loi») und Altmeister Bertrand Tavernier, der mit «La Princesse de Montepensier» um die Goldene Palme konkurriert. Nach dem Erfolg von Michael Hanekes «Das weiße Band» im vergangenen Jahr ist Deutschland nur in der Sektion «Un certain regard» mit Christoph Hochhäusler und «Unter Dir die Stadt» in Cannes dabei.

Die USA sind nur mit einem Film im Wettbewerb: Dough Limans «Fair Game» mit Sean Penn. Mit viel Hollywood-Glamour ist dennoch wie üblich an der Côte d'Azur zu rechnen. Dafür sorgen vor allem Filme, die außerhalb des Wettbewerbs laufen: Oliver Stone zeigt mit «Wallstreet 2 - Money Never Sleeps» die Fortsetzung seines Blockbusters aus den 80er Jahren mit Michael Douglas, Charlie Sheen und Susan Sarandon. Stars wie Naomi Watts, Antonio Banderas und Anthony Hopkins sind in Woody Allens neuestem Film «You Will Meet A Tall Dark Stranger» zu sehen. Diane Kruger, Charlotte Gainsbourg und Isabelle Huppert stellen ebenfalls neue Werke vor.

Die regionale Tageszeitung «Nice-Matin» kategorisiert denn auch schon mal Filme und Events nach Hollywood-, Glamour-, Publikums- und Cineasten-Faktor. Schließlich ist da auch noch die traditionelle Aids-Gala am Rande des Festivals, zu dem sich stets Schauspieler, Supermodels und Spitzensportler ansagen. Und ein paar Mittelmeer- Buchten weiter, in Monte Carlo, drehen am kommenden Wochenende auch noch die Formel 1-Fahrer ihre Runden. Die riesigen Segeljachten entlang der Küste - mit Stars an Bord oder auf der Lauer nach ihnen - kündigen schon Tage vorher die großen Ereignisse an.

www.festival-cannes.com

Quelle: dpa

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