DEUTSCHLAND/WELT

22.05.2010 | New York/Los Angeles
Kevin Costner als Retter der Ölpest im Golf von Mexiko
Hollywood-Star Kevin Costner (55) will nicht nur auf der Leinwand den Helden spielen, sondern auch den Golf von Mexiko vor der Ölpest befreien.
Ein von Costners Unternehmen seit 15 Jahren entwickeltes System mit einer zentrifugalen Öl-Scheidevorrichtung könnte dort zum Einsatz kommen, berichtet die «Los Angeles Times».
Erste Tests mit sechs der massiven Stahl-Separatoren wollen BP und die US-Küstenwache in der kommenden Woche testen, heißt es in dem Bericht. Der Star des Science-Fiction-Films «Waterworld» (1995) hatte in den vergangenen 15 Jahren 24 Millionen Dollar (19 Millionen Euro) in die Entwicklung investiert.
Quelle: dpa

22.05.2010 | Washington
BP ringt bei Ölpest mit technischen Hindernissen
Im Kampf gegen die Ölpest im Golf von Mexiko ringt BP weiter mit technischen Hindernissen. Wahrscheinlich erst am Dienstag könne das Unternehmen versuchen, die sprudelnde Ölquelle mit einer schweren Flüssigkeit und Zement zu schließen, sagte Manager Doug Suttles.
Ursprünglich plante der Ölkonzern, das Manöver in 1500 Metern Tiefe an diesem Wochenende zu starten. Am Meeresboden seien noch zahlreiche Vorbereitungen zu treffen. «Es ist schwierig vorherzusagen, wie viel Zeit wir dafür benötigen», sagte Suttles. Drei große Schiffe und 16 Unterwasser-Roboter seien in die Operation eingebunden.

Auch die Bemühungen, das Öl aus dem größeren der beiden Lecks abzusaugen, stoßen auf Schwierigkeiten. Zuletzt habe BP rund 350 Tonnen Rohöl in 24 Stunden auffangen können, zwischenzeitlich war es doppelt so viel. Teilweise steige viel Gas aus dem Leck auf und behindere die Arbeiten, sagte Suttles.
Derweil schlossen Behörden in Louisiana einen öffentlicher Strand, nachdem sie dort Ölklumpen gefunden hatten. In dem Bundesstaat gelangte in den vergangenen Tagen bereits Öl in die Marschgebiete. Die Küsten in Alabama, Mississippi und Florida seien aber derzeit nicht von dem Ölteppich bedroht, teilte der Einsatzstab in Robert (Louisiana) am Freitag.

Zufrieden zeigten sich die Verantwortlichen mit dem Fortschritt an der Meeresoberfläche. Wegen des guten Wetter könne derzeit mehr als 50 Prozent des Öls auf dem Wasser abgeschöpft werden, sagte Admiralin Mary Landry von der US-Küstenwache. Sonst seien es meist nur 10 Prozent.
Landry zufolge ermittelt ein von der US-Regierung eingesetztes Expertenteam derzeit, wie viel Öl tatsächlich aus den Leitungen der gesunkenen Bohrinsel «Deepwater Horizon» ins Meer fließt - und welche Menge bisher schon ausgetreten ist. Ergebnisse seien Mitte kommender Woche zu erwarten, sagte die Leiterin des Einsatzstabes. Um möglichst exakte Zahlen ermitteln zu können, wolle man sich nicht unter Zeitdruck setzen lassen. Hintergrund der Maßnahme ist wachsendes Misstrauen darüber, ob die BP-Angaben über den Ölaustritt stimmen.
Quelle: dpa
Live-Video vom Hauptleck: http://globalwarming.house.gov/spillcam




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