DEUTSCHLAND/WELT
AKTUELL | WULFFS REDE | WAHLMÄNNER | BUNDESVERSAMMLUNG | BUNDESPRÄSIDENT
CHR. WULFF | J. GAUCK | L. JOCHIMSEN | TWITTERWALL | BUNDESPRÄSIDENTEN SEIT '49


Wulff verteidigt Parteiensystem - Schwerpunkt Integration
Bundespräsident Christian Wulff hat das Parteiensystem in Deutschland gegen alle Kritik verteidigt. Die Parteien seien «viel besser als ihr Ruf», sagte er am Freitag nach seiner Vereidigung in einer gemeinsamen Sitzung von Bundestag und Bundesrat in Berlin. Er wolle die Menschen wieder dafür begeistern, sich wieder stärker für die Politik einzusetzen und sich an der politischen Willensbildung zu beteiligen. Wulff forderte auch einen größeren Einsatz der Politik für die Integration der Ausländer in Deutschland.
Beim Amtseid im Reichstag musste Wulff einen neuen Anlauf nehmen, nachdem er sich gleich zu Beginn versprochen hatte. Mit 51 Jahren ist er das bisher jüngste Staatsoberhaupt Deutschlands. Bei dem Festakt waren auch Wulff-Vorgänger Horst Köhler und der Kandidat von SPD und Grünen für das Bundespräsidentenamt, Joachim Gauck, anwesend.

Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) würdigte den Einsatz Köhlers für Deutschland. «Horst Köhler hat sich für unser Land verdient gemacht», sagte er. «Er hat die Menschen, ihre Sorgen und Nöte ernst genommen, und sie danken es ihm mit anhaltender Zuneigung.» Köhler, der bei der Rede Lammerts Tränen in den Augen hatte, habe es «sich nicht leicht gemacht und der sogenannten politischen Klasse manchmal auch nicht. Das hat viel mit der eigenen Beharrlichkeit zu tun.»
Köhler war Ende Mai wegen Kritik an einem missverständlichen Interview über die Auslandseinsätze der Bundeswehr zurückgetreten.
Wulff war am Mittwoch als Kandidat von CDU, CSU und FDP erst im dritten Wahlgang mit absoluter Mehrheit von der undesversammlung gewählt worden.
Die Rede des neuen Bundespräsidenten zum Nachlesen... »
Quelle: dpa
Redebeitrag von Dr. Norbert Lammert
Auf der nächsten Seite:
Wulff startet mit guten Umfragewerten ins Amt




Kommentare