DEUTSCHLAND/WELT


01.07.2010 | Berlin
Heiße Fanmeilen und kühle Getränke
Mit der Hitze steigt auch das Fußballfieber bis zum vorläufigen Siedepunkt am Samstag. Die Veranstalter der Fanmeilen stehen dabei vor einem Problem: Auf vielen organisierten Party-Zonen dürfen die Besucher nicht selber Getränke mitbringen, sondern müssen sie, wie etwa in Berlin oder Nürnberg, vor Ort von Händlern kaufen.
Christopher Dietz von der Nürnberger Fanmeile verteidigt das Vorgehen. Schließlich sei das kollektive Fußball-Schauen vor der Großleinwand kostenlos. Der Besucher müsse deshalb das Geld für Essen und Trinken einkalkulieren.

Deutschlands größte Fanmeile auf der Straße des 17. Juni in Berlin reagiert auf die Hitze. So werden die Preise für nicht-alkoholische Getränke ab sofort gesenkt. Offen ist noch, ob bei einem erwarteten Ansturm von rund 400 000 Menschen zum Viertelfinale Deutschland-Argentinien am Samstagnachmittag die Nothilfen verstärkt werden.
Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) will erst die Wettervorhersage vom Freitag abwarten und dann entscheiden, ob die Zahl der Einsatzkräfte von bisher 80 vorgesehenen Helfern aufgestockt wird. Das DRK empfiehlt dringend, zum Public Viewing Kopfschutz gegen die heftige Sonneneinstrahlung mitzunehmen und vor allem viel zu trinken.
Quelle: dpa

01.07.2010 | Berlin
Senat ruft Bürger zum Bäumegießen auf
Angesichts des strahlenden Hochsommerwetters und der Hitze ruft der Senat die Berliner wieder auf, die Straßenbäume in ihrer Nähe zu gießen. Erforderlich sei dies jedoch nur bei den jungen und neuangepflanzten Bäumen, sagte Umweltsenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) am Donnerstag im Abgeordnetenhaus. Diese seien in der Regel fünf Jahre alt und hätten noch nicht so tiefe Wurzeln, dass sie sich selbst problemlos mit Grundwasser versorgen könnten. «Besser ist es, solche Bäume einmal in der Woche mit zehn Gießkannen zu wässern als jeden Tag eine Gießkanne», riet die Senatorin.
Quelle: dpa
Abgeordnetenhaus Berlin: www.parlament-berlin.de

Hintergrund: Rekordtemperaturen in Deutschland
Den Hitzerekord für Deutschland hat der Wetterdienst Meteomedia am 8. August 2003 im saarländischen Perl-Nennig mit der «Fiebertemperatur» 40,3 Grad registriert. Die Experten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) geben allerdings als absoluten Höchstwert seit Beginn der Wettermessungen vor gut 130 Jahren «nur» 40,2 Grad an. Die DWD-Experten haben ihn am 27. Juli 1983 in Gärmersdorf in der Oberpfalz sowie am 13. August des «Supersommers» 2003 in Karlsruhe und in Freiburg im Breisgau gemessen. Die Meteorologen kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen, weil sie in Wetterstationen an verschiedenen Orten ihre Skalen ablesen.




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