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DEUTSCHLAND/WELT

 

02.07.2010 | Kundus

Deutscher bei Kämpfen in Kundus getötet

 

Bei einem Taliban-Angriff in der nordafghanischen Stadt Kundus ist am Freitag ein Deutscher getötet worden. Das bestätigte das Auswärtige Amt in Berlin. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa handelt es sich um einen Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes. Der Gouverneur der Provinz Kundus, Mohammad Omar, sagte, auch ein Brite und ein Philippiner seien getötet worden. Der Angriff galt einer Vertragsfirma, die Projekte der staatlichen amerikanischen Hilfsorganisation USAID umsetzt.

Omar sagte, insgesamt sechs Selbstmordattentäter hätten das Gebäude der Firma gestürmt. Sie alle seien ums Leben gekommen. Auch ein afghanischer Polizist und ein afghanischer Wachmann seien getötet worden. Nach Angaben des Krankenhauses in Kundus-Stadt wurden dort 22 Verletzte behandelt. Das Bundeswehr-Krankenhaus im zivil-militärischen Aufbauteam (PRT) kümmerte sich um sieben weitere Leichtverletzte.

Taliban-Sprecher Sabiullah Mudschahid sagte, die Firma sei angegriffen worden, weil sie mit den Amerikanern zusammenarbeite.

Aufständische griffen am Freitag erneut die Bundeswehr in der Provinz Kundus an. Niemand sei verletzt oder getötet worden, sagte der Bundeswehr-Sprecher in Kundus, Paul-Georg Weber. Die deutschen Soldaten seien im Unruhedistrikt Char Darah, rund elf Kilometer westlich des PRT, beschossen worden.


Quelle: dpa

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