DEUTSCHLAND/WELT
12.03.2009

13.03.2009 | Köln (dpa)
In Köln geborgener Toter ist vermisster Student
Der am Donnerstagabend aus den Trümmern des eingestürzten Kölner Stadtarchivs geborgene Tote ist zweifelsfrei der vermisste 24-jährige Student Khalil G. Der Vater habe seinen Sohn am Freitagmittag identifiziert, teilte die Polizei mit.
Der Leichnam war nach neuntägiger Suche in gut neun Metern Tiefe entdeckt worden und zur Obduktion in die Rechtsmedizin gebracht worden. Der Tod sei sofort, noch während des Hauseinsturzes am 3. März, eingetreten. Das zeige das äußere Erscheinungsbild der Leiche und auch der Umstand, dass sie unter Kellerniveau und von einer meterdicken Trümmerschicht bedeckt gefunden wurde. Am Sonntag war bereits ein 17-jähriger Bäckerlehrling tot geborgen worden.
Die Einsatzkräfte konzentrieren sich nun auf die Bergung der wertvollen Archivgüter. Bisher wurden mehr als 3000 Tonnen Schutt abtransportiert und bis zu 20 Prozent der Archivalien aus dem Trümmern gezogen.
Die Ursache des Unglücks steht noch nicht fest. Ein Zusammenhang mit dem Bau der U-Bahn gilt als wahrscheinlich, die Kölner Verkehrs-Betriebe weisen Vorwürfe über Versäumnisse aber zurück. Die Staatsanwaltschaft ermittelt unter anderem wegen fahrlässiger Tötung in zwei Fällen gegen Unbekannt. Drei beauftragte Gutachter hätten die Einsturzstelle bereits untersucht, ihre Ergebnisse lägen aber noch nicht vor, sagte ein Sprecher.




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