DEUTSCHLAND/WELT

31.08.2010 | Berlin
Umfrage: Mehrheit will mehr Zeit für die Familie
Die große Mehrheit der Bundesbürger wünscht sich mehr Zeit für die Familie. Dabei fordern 78 Prozent der Eltern laut einer Allensbach-Umfrage nicht nur weitere Schritte zur besseren Vereinbarkeit von Kindererziehung und Beruf. Auch das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Pflege von Angehörigen rücke immer mehr ins Blickfeld, berichtete Allensbach-Geschäftsführerin Renate Köcher am Dienstag bei der Vorstellung des «Monitors Familienleben 2010» in Berlin.

87 Prozent der Befragten sind der Auffassung, dass dieses Thema eine wichtige beziehungsweise sehr wichtige Aufgabe für die Zukunft darstellt. «Wie zufrieden die Familien sind, hängt ganz besonders davon ab, ob sie genügend Zeit mit ihren Kindern und Angehörigen verbringen können», sagte Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU).
Laut Umfrage würden vor allem Väter gerne mehr für ihre Kinder da sein: 60 Prozent der Väter äußern den Wunsch, dafür ihre Arbeitszeit reduzieren zu wollen. Über 50 Prozent der Mütter wünschen sich Ganztagsbetreuung für ihre Kinder sowie an die Arbeitszeiten angepasste Betreuungszeiten von Kindergärten und Schulen.
Quelle: dpa
Pressemitteilung: www.bmfsfj.de

31.08.2010 | Auszug aus Pressemitteilung
Die wichtigsten Ergebnisse des Monitors Familienleben 2010:
- Die dringlichen politischen Aufgaben werden zwar noch immer von der Wirtschaftskrise bestimmt: Für 62 Prozent hat zum Beispiel die Eindämmung der Staatsverschuldung Vorrang. Die Familie ist für 78 Prozent der Bevölkerung jedoch weiterhin wichtigster Lebensbereich.
- Familienpolitische Anliegen bleiben für die Mehrheit wichtig: Die Förderung junger Familien (52 Prozent), die Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf (48 Prozent) und verbesserte Bedingungen für Geburten schaffen (45 Prozent) werden häufiger genannt als etwa die Reform des Gesundheitswesens, die Senkung von Steuern oder der Klimaschutz.
- 42 Prozent der nichtberufstätigen Mütter berichten von schlechter Vereinbarkeit (34 Prozent der Mütter insgesamt). Sie wünschen sich Ganztagsbetreuung von Kindern (54 Prozent), an die Arbeitszeiten angepasste Betreuungszeiten von Kindergärten und Schulen (56 Prozent) sowie eine stärkere finanzielle Förderung (53 Prozent). 60 Prozent der Väter und 41 Prozent der Mütter möchten ihre Arbeitszeit reduzieren. Drei Viertel der Mütter möchten mehr als 20 Stunden arbeiten (75 Prozent), davon 23 Prozent 30 bis 35 Stunden.
- 74 Prozent der Bevölkerung bewerten die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf als schlecht. Die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf gilt 87 Prozent der Bevölkerung gilt als wichtige Aufgabe.
Weitere Informationen zur Familienpolitik der Bundesregierung finden Sie im Internet unter www.bmfsfj.de.




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