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DEUTSCHLAND/WELT

 

Alzheimer

Die Alzheimer-Krankheit hat einen sehr schleichenden Krankheitsverlauf in den ersten Krankheitsjahren. Zu Beginn zeichnet sich Alzheimer durch eine allmähliche Verschlechterung der geistigen Fähigkeiten aus, besonders das Kurzzeitgedächtnis leidet unter der Krankheit, dennoch sind Symptome wie Vergesslichkeit oder Sprachstörungen nicht immer auf Alzheimer zu schließen, sondern können auch auf andere psychische Störungen hinweisen oder ganz normal altersbedingt sein.

Typische Symptome für Alzheimer
-    Gedächtnisstörungen
-    Beeinträchtigung des Denk- und Urteilsvermögens
-    Sprachstörungen
-    Stimmungsschwankungen
-    mangelnde Rücksichtnahme auf Andere
-    Probleme bei räumlichen Leistungen
-    Schusseligkeit
-    Orientierungsprobleme
-    Lustlosigkeit

Identifizieren von Alzheimer

Um andere Ursachen für z.B. die Einbußen des Gedächtnisses ausschließen zu können und Alzheimer zu diagnostizieren werden vom Arzt bestimmte Blutwertuntersuchungen durchgenommen, außerdem wird eine Computertomographie des Gehirns angefertigt. Bei der Alzheimer-Krankheit sind die Blutwerte normal, die Untersuchung des Gehirns zeigt aber häufig eine Hirnvolumenminderung des Großhirns im Bereich des Scheitellappens und des Schläfenlappens. Im frühen Krankheitsstadium kann die Hirnvolumenminderung allerdings auch noch unauffällig sein. Zusätzlich kann man außerdem noch die Hirndurchblutung und den regionalen Hirnstoffwechsel untersuchen.
Besonders Wichtig für die Diagnose von Alzheimer sind für den Arzt auch die Informationen einer vertrauten und gut informierten Bezugsperson des Patienten, denn diese kann wichtige Angaben für den Arzt machen und zählt somit zu einer der wichtigsten Informationsquellen.
Trotz all der Untersuchungen, gibt es noch keinen zuverlässigen Labortest, um Alzheimer zu diagnostizieren.

Endgültige Gewissheit über die Diagnose kann man bisher nur nach dem Tod durch die Untersuchung des Gehirns erlangen. Solche Untersuchungen werden von der Deutschen Alzheimer Gesellschaft befürwortet, da sie die Forschung unterstützen und Behandlungsmöglichkeiten darstellen.

Behandlung

Alzheimer ist heute noch nicht heilbar, das Fortschreiten der Krankheit lässt sich allerdings durch eine entsprechende Medikamention hinauszögern. Sogenannte „Antidementiva“ können die geistige Leistungsfähigkeit über einen bestimmten Zeitraum aufrechterhalten und sich außerdem positiv auf die Alltagsbewältigung auswirken. Außerdem gibt es diverse nichtmedikamentöse Therapiemöglichkeiten, um die Lebensqualität der Erkrankten zu verbessern und die Verhaltensstörungen zu lindern. Besonders wichtig für die Erkrankten sind allerdings menschliche Zuwendung  und Beschäftigung.

Die Krankheit verläuft meistens sehr individuell, weshalb auch eine individuelle Behandlung nötig ist, um speziell auf die Bedürfnisse des Erkrankten eingehen zu können.

Maßnahmen zur Vorbeugung

Es gibt bisher keinen Schutz gegen die Alzheimer-Krankheit, ein gesunder Lebensstil kann allerdings das Risiko, an Alzheimer zu erkranken, vorbeugen.

Faktoren zur Verminderung des Risikos

-    geistige, körperliche und soziale Aktivität
-    ausgewogene und vitaminreiche Ernährung mit viel Obst und Gemüse, möglichst fett- und cholesterinarme Nahrung
-    Behandlung von Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen und Diabetes Mellitus

Als Betroffener, aber auch als Verwandter oder Vertrauter einer Alzheimer erkrankten Person ist es wichtig, sich genau über die Krankheit und verschiedene Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten zu erkundigen. Es gibt viele Selbsthilfegruppen (auch für Angehörige) und Tipps zum Umgang mit der Krankheit sowie Betreuungs- und Pflegegruppen.

Mehr Informationen dazu finden sie im Internet auf www.deutsche-alzheimer.de oder hier:

Alzheimer-Gesellschaft Berlin e.V.Christa Matter
Friedrichstr. 236, 10969 Berlin
030 / 89 09 43 57, 030 / 25 79 66 96

Alzheimer Angehörigen-Initiative e.V.Rosemarie Drenhaus-Wagner
Reinickendorfer Str. 61 (Haus 1), 13347 Berlin
030 / 47 37 89 95, 030 / 47 37 89 97

Verein Selbstbestimmtes Wohnen im Alter (SWA e.V.)
;
Ambulant betreute WGs - Beratung und Qualitätsentwicklung Karin Rückemann, Anja Künzel
Werbellinstr. 42, 12163 Berlin
030 / 50 17 76 53 (Patenprojekt für Menschen in WGs), 030 / 85 40 77 18 (Geschäftsstelle)

Beratungsstelle und Gruppe für Angehörige Demenzkranker Andrea Kaatz Ev. Seniorenzentrum "Emmaus-Haus"
Eisenhartstr. 14-17, 14469 Potsdam
0331 / 28 45 740 5, 0331 / 284 58 00

Psychosozialer Treffpunkt für ältere Menschen mit türkischer Muttersprache DETA MED

Turmstr. 21, 10559 Berlin-Moabit
030 / 36 75 15 27, 030 / 36 75 15 29

IdeM - Informationszentrum für dementiell und psychisch erkrankte MigrantInnen und ihre Angehörigen; Beratung auf Türkisch, Arabisch, Serbisch, Bosnisch, Kroatisch, Polnisch u.a. Derya Wrobel
Rubensstr. 84, 12157 Berlin
030 / 85 62 96 57, 030 / 85 62 96 58

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