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DEUTSCHLAND/WELT

 

12.10.2010 | Hamburg

Eurovision Song Contest 2011

Der Eurovision Song Contest 2011 kommt nach Düsseldorf. «Düsseldorf twelve points - die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt bietet für den ESC insgesamt die besten Bedingungen», sagte NDR-Intendant Lutz Marmor in Hamburg zur Begründung.

Das Finale des Wettbewerbs werde am 14. Mai nächsten Jahres in der Düsseldorfer Esprit Arena veranstaltet. Am 29. Mai hatte Lena Meyer-Landrut den diesjährigen Song Contest in Norwegens Hauptstadt Oslo gewonnen und damit den Wettbewerb nach Deutschland geholt. Ins Rennen um den Austragungsort waren neben Düsseldorf noch Berlin, Hamburg und Hannover gegangen. Als Favoriten galten Hamburg als Sitz des veranstaltenden Norddeutschen Rundfunks (NDR) sowie die Hauptstadt und Partymetropole Berlin; Hannover warb für sich als Geburtsstadt von Siegerin Lena (19).

In Berlin zeigte man sich enttäuscht über die Entscheidung, über die in den vergangenen Tagen schon vermehrt in Medien spekuliert worden war. «Berlin hat eine ausgezeichnete Bewerbung abgegeben, die der RBB mit aller Kraft unterstützt hat. Dass Berlin nicht zum Zuge kam, hängt schlicht mit den Platzverhältnissen zusammen», sagte die Intendantin des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB), Dagmar Reim. Berlin wollte die Veranstaltung am stillgelegten Flughafen Tempelhof ausrichten, dort hätten 8000 Zuschauer Platz gefunden; in Düsseldorf stünden hingegen 24 000 Plätze für Fans zur Verfügung, sagte Reim.

Auch der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) bedauerte: «Wir hätten uns sehr über den Zuschlag gefreut. Eine solche Veranstaltung, die eine europaweite Ausstrahlung hat und die sich besonders an junge Leute richtet, hätte hervorragend in die jugendliche Metropole Berlin gepasst.»

Nach Angaben des NDR war eine eigens eingerichtete Expertengruppe zweimal in jede Bewerberstadt gereist und hatte die möglichen Austragungsorte in Augenschein genommen. «Der Vorschlag Düsseldorf hat die Intendantinnen und Intendanten in jeder Hinsicht überzeugt. Sowohl die optimalen Produktionsbedingungen als auch die niedrigeren Kosten haben den Ausschlag gegeben», sagte der ARD-Vorsitzende Peter Boudgoust. «Die ARD steht geschlossen hinter dieser Entscheidung - das unterstreicht das einstimmige Votum in unserer Schaltkonferenz am Dienstag für die Arena in Düsseldorf.»

Die Esprit Arena in Düsseldorf wurde 2005 eröffnet und bietet maximal 66 000 Zuschauern Platz - weitaus mehr als in den anderen Städten möglich wäre. Das Heimstadion des Fußball-Zweitligisten Fortuna Düsseldorf kann mit Hilfe eines fahrbaren Dachs in eine Halle umfunktioniert werden.

Quelle: dpa

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