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DEUTSCHLAND/WELT

 

11.01.2011 | Berlin

Hallaschka: Der Fixstern hinterlässt einen Rolls Royce

 

Günther Jauch ist aus der Sicht Steffen Hallaschkas ein «Fixstern» des Journalismus. Er habe ihn schon gern als Schüler im Radio gehört und zu diesem Zweck die Antennen aus dem heimischen Nordhessen nach Bayern ausgerichtet. Dieser «Fixstern» hat Hallaschka jetzt einen «Rolls Royce auf dem Parkplatz der TV-Magazine» vermacht, wie der gebürtige Kasseler sagt. An diesem Mittwoch (22.15 Uhr) übernimmt der 39-Jährige das RTL-Magazin «Stern TV», das Jauch (54) fast 21 Jahre lang moderiert hat.

Der 1,98 Meter große Hallaschka, der in Hamburg wohnt und künftig zwischen der Hansestadt und Köln pendeln wird, hätte sich nach eigener Darstellung die Sendung «Stern TV» gebacken, wenn es sie nicht schon gäbe. «Durch die Bandbreite an Themen hat man als Moderator die Möglichkeit, mit Menschen zu sprechen, die eine ungewöhnliche Lebensgeschichte mitbringen», sagt er in einem von RTL verbreiteten Interview. «Es gibt eigentlich keine Tabus, das macht die Sendung unberechenbar. Damit ist "Stern TV" die letzte Wundertüte im deutschen Fernsehen.»

Hallaschka gehörte nicht zu den Namen der ersten Reihe, die noch vor gut einem halben Jahr als Jauch-Nachfolger gehandelt wurden. Immer wieder tauchte Markus Lanz als Kandidat auf - der stand aber inzwischen beim ZDF auf der Lohnliste, und das wird auch erstmal so bleiben. RTL-Eigengewächs Oliver Geissen wurden von vornherein geringere Chancen eingeräumt. Jauch gab «Stern TV» jetzt auf, weil er im Herbst den ARD-Polittalk am Sonntag moderiert und somit zwei Informationssendungen hätte.

Hallaschka, der beim RBB Hörfunkerfahrung sammelte und zuletzt beim NDR Fernsehen die Wirtschaftssendung «Markt» präsentierte, sagt, er sei schon ein wenig «elektrisiert» gewesen, als im Sommer die «vakante» Personalie bei «Stern TV» bekanntwurde. «Genau dieses Magazin war schon immer eine der wenigen Sendungen, die mich besonders gereizt haben», meint er. «Dass ich dann zum Casting eingeladen wurde, war für mich fast wie Weihnachten.»

RTL vergleicht Hallaschka mit einem «Lokführer», der jetzt einsteigt. «Ich setze mich in einen Zug, der sicher und erfolgreich auf seinem Gleis fährt», zitiert der Kölner Privatsender den neuen Mann. «Ich muss nicht an die Stellschrauben oder gar die Sendung neu erfinden. Das tut sie eh von Woche zu Woche, indem sie Zeitströmungen aufnimmt und auch immer wieder Neues und Verrücktes probiert. Sendung und Moderator werden sich aufeinander zu bewegen.»

In seiner ersten Ausgabe befasst sich Hallaschka mit dem Fußballprofi René Schnitzler und der Wettmafia, mit der Webcam-Spionage und den Spähangriffen im Kinderzimmer, mit mehr Rechten für Kassenpatienten und der Forderung nach Zweibettzimmern für alle sowie mit überflüssigen Behörden und wie der Staat Steuergelder verschwendet.

Quelle: dpa

 

www.stern.de/tv

www.hallaschka.de

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