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02.11.2010 | Berlin

Hinter S-Bahn-Brand stecken vermutlich Atomgegner

 

Das Feuer an einem Kabelschacht der Berliner S-Bahn ist möglicherweise durch einen Brandanschlag militanter Atomkraftgegner ausgelöst worden. Das Landeskriminalamt prüfe ein entsprechendes Selbstbezichtigungsschreiben, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag und bestätigte damit Medieninformationen. Sollte sich das Schreiben als echt herausstellen, würde der für politisch motivierte Straftaten zuständige polizeiliche Staatsschutz die Ermittlungen übernehmen.

Ein Schwelbrand hatte in der Nacht zu Montag an der S-Bahn-Strecke unweit des Bahnhofs Neukölln auf 100 Metern Länge einen Kabelschacht beschädigt. Fahrgäste der S-Bahn im Südosten Berlins mussten daher auch am Dienstag erhebliche Beeinträchtigungen hinnehmen. Auch Kommunikationsstränge der Bahn waren beschädigt worden.

Das Schreiben wurde am Dienstag unter anderem auf Szeneseiten im Internet veröffentlicht, wie die Polizei mitteilte. Als Hintergrund der Brandstiftung würden darin die Castor-Atommülltransporte genannt. Die Aktion solle sich gegen die Deutsche Bahn und den Siemens-Konzern richten. Der Verdacht auf Brandstiftung sei durch das Schreiben genährt worden, sagte der Polizeisprecher. Am Brandort waren auch verbrannte Kabelleitungen sichergestellt worden.

Die zerstörten Kabel mussten zunächst weiter repariert werden. Der durchgehende S-Bahn-Verkehr zwischen den Stationen Neukölln und Baumschulenweg sowie zwischen Neukölln und Treptower Park blieb am Dienstag vorerst unterbrochen. Teils wurden Ersatzbusse eingesetzt. Vom Betriebsbeginn am Mittwochmorgen an sollen die Züge auf der Ringbahn aber wieder planmäßig fahren, wie die S-Bahn mitteilte. In den Hauptverkehrszeiten soll ein Fünf-Minuten-Takt angeboten werden. Der Abschnitt Neukölln-Baumschulenweg muss dagegen vorerst weiterhin über Treptower Park umfahren werden.

Quelle. dpa
02.11.2010 | Berlin

S-Bahn im Südosten nach Brand beeinträchtigt

Ein Brand in einem Kabelschacht hat den S-Bahnverkehr am Montag im Südosten Berlins teilweise lahmgelegt. Betroffen waren die Ringbahn zwischen Treptower Park und Neukölln sowie die S-Bahnlinien über Schöneweide, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Dort fuhren zunächst überhaupt keine Züge mehr. Zwischen Treptower Park und Neukölln richtete die Bahn Pendelverkehr im 15-Minuten-Takt ein. Auf dem Abschnitt zwischen Neukölln und Schöneweide fahren Busse als Ersatz.

Die Fahrgäste müssen weiter mit Verzögerungen rechnen. Die Ringbahn sollte während der Hauptverkehrszeit nur im 10-Minuten-Takt fahren. Die Linie S47 sollte nur zwischen Spindlersfeld und Schöneweide fahren, die S46 ab Schöneweide abweichend über Ostkreuz und Gesundbrunnen nach Westend. Auch der Ersatzverkehr sollte zunächst bestehenbleiben.

Wegen eines Schwelbrandes in einem Kabelschacht hatte der Strom auf der Strecke zeitweise abgestellt werden müssen, wie die Polizei berichtete. Die Ursache des Feuers war zunächst unbekannt. Es könnten weder ein technischer Defekt noch Brandstiftung ausgeschlossen werden, hieß es.

Im Zusammenhang mit dem Kabelbrand wurden auch Telefonanlagen der Bahn beschädigt. Zahlreiche Rufnummern waren bis zum Mittag nicht erreichbar, darunter das S-Bahn-Kundentelefon. Die Servicenummern der BVG und des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg waren aber jederzeit erreichbar. Am Mittag waren die Leitungen wieder repariert.

Quelle: dpa

Aktuelle Verkehrsinformationen: http://www.s-bahn-berlin.de

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