DEUTSCHLAND/WELT

08.11.2010 | Berlin
Grüne wollen Gleichstellung des Islam
Die Berliner Grünen setzen sich für eine rechtliche Gleichstellung des Islam ein. «Für die Einbürgerung des Islam brauchen wir seine grundsätzliche Gleichstellung mit anderen Religionen und Weltanschauungen», heißt es in einem Antrag der Grünen, der am Sonntagabend mit großer Mehrheit auf einem Landesparteitag der Grünen verabschiedet wurde.
Auf Landes- und Bezirksebene gebe es noch eine Reihe von Ungleichbehandlungen. So seien im Rundfunkrat nur Vertreter der christlichen Kirchen, erläuterte Grünen-Chef Stefan Gelbhaar. Auch dauerten in den Bezirken die Genehmigungsprozesse für den Bau einer Moschee wesentlich länger als für Kirchen.
Allerdings könnte der Islam auch jetzt schon staatliche Gelder beantragen, wenn die muslimischen Glaubensgemeinschaften ihren körperschaftlichen Status änderten. Anders als die Kirchen in Deutschland seien sie nicht in einem Dachverband organisiert, der als ein verbindlicher Ansprechpartner für den Staat fungiere.
Sich dementsprechend umzuorganisieren, sei jedoch Sache der muslimischen Glaubensgemeinschaften. Deshalb würden die Grünen das nicht fordern, sondern nur empfehlen.




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