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DEUTSCHLAND/WELT

 

10.11.2010 | Berlin

«Wirtschaftsweise» legten Gutachten vor - Merkel: Auf gutem Weg

Die fünf «Wirtschaftsweisen» haben der Bundesregierung ihr Jahresgutachten zur konjunkturellen Entwicklung vorgelegt. Der Vorsitzende des «Sachverständigenrates», Wolfgang Franz, sagte am Mittwoch im Kanzleramt bei der Übergabe, es bestünden Chancen für einen stabilen, wenn auch flachen Wachstumspfad. Die Bundesregierung könne diesen unterstützen, indem sie ein Regelwerk für die Finanzmärkte schaffe und die Konsolidierung der Haushalte vorantreibe.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) entgegnete, die schwarz-gelbe Koalition wisse, dass sie an verschiedenen Reformen weiter arbeiten müsse. Bei den Finanzmärkten auf nationaler wie europäischer Ebene sei bereits einiges geschehen. Sie werde auch - als «permanente Pflicht» und Vorgabe des Grundgesetzes - die Konsolidierung weiter fortsetzen und sich dem Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit als einem Strukturproblem weiter widmen. Hier könne man bereits Wirkung sehen, sagte Merkel.

Die Wirtschaftswissenschaftler rechnen für das laufende Jahr mit einem Wachstum von 3,7 Prozent und für 2011 mit 2,2 Prozent. Damit liegen die Experten über den Prognosen der Bundesregierung, die 2010 von 3,4 Prozent und 2011 von 1,8 Prozent Wachstum ausgeht. Die Zahl der Arbeitslosen wird nach der Prognose im kommenden Jahr im Durchschnitt unter die Drei-Millionen-Marke sinken. Die Experten warnen jedoch die Politik vor raschen Steuersenkungen und die Tarifparteien vor «überzogenen Lohnsteigerungen».

Quelle: dpa

Das Jahresgutachten 2010/2011... »

Mehr Infos zum Wirtschaftswachstum... »

10.11.2010 | Berlin

Brüderle: Konjunktur mit Steuersenkung stabilisieren

Angesichts der positiven Konjunkturprognosen hat Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) erneut die Notwendigkeit von Steuerentlastungen betont. Diese sollten «rechtzeitig zur weiteren Stabilisierung der Wirtschaftsentwicklung» auf den Weg gebracht werden, sagte Brüderle am Mittwoch im ARD-«Morgenmagazin». «Ich gehe davon aus, dass man 2012 in der Lage ist, entsprechende Beschlüsse auf den Weg zu bringen.»

Am Vormittag legten die sogenannten Wirtschaftsweisen in Berlin das Herbstgutachten zur konjunkturellen Entwicklung der nächsten Jahre vor. Wie bereits vorab bekannt wurde, rechnet der Sachverständigenrat für das laufende Jahr mit einem Wachstum von 3,7 Prozent und für 2011 mit plus 2,2 Prozent. Damit liegen die Experten beide Male über den Prognosen der Bundesregierung, die bisher für 2010 von 3,4 Prozent und für 2011 von 1,8 Prozent Wachstum ausgeht.

Quelle: dpa

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