DEUTSCHLAND/WELT


22.11.2010 | Berlin
Weihnachtsmärkte: Polizisten in Zivil und Nachtwache mit Hunden
Nach der jüngsten Terrorwarnung hat die Weihnachtsmarktsaison in Berlin unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen begonnen. Allein an der Budenstadt vor der Berliner Gedächtniskirche wird dieses Jahr doppelt so viel Sicherheitspersonal im Einsatz sein wie im Vorjahr, berichtete der Schaustellerverband am Montag. Nachts sollen Sicherheitsleute mit Hunden patrouillieren. Konkrete Zahlen wurden aber nicht genannt.
Am Montag öffneten die ersten von 60 Weihnachtsmärkten in der Hauptstadt. Aus Sorge vor einem möglichen Terroranschlag hatten bereits im Vorfeld etliche Markt-Betreiber angekündigt, verstärkt auf verdächtige Personen und Gegenstände zu achten. «Man guckt natürlich, ob da jemand ein auffälliges Verhalten zeigt», sagte eine Mitarbeiterin beim Winterzauber auf dem Gendarmenmarkt. Die 35-Jährige habe von ihrem Chef die Anweisung, aufmerksam zu sein. «Aber man will natürlich auch niemanden vorverurteilen.»

Auf dem bei Touristen beliebten Markt an der Gedächtniskirche in der West-City werden laut Polizei verstärkt Beamte in Zivil eingesetzt. Gleichzeitig werde die sichtbare Präsenz erhöht, um potenzielle Terroristen abzuschrecken, sagte Ralph Grambow von der zuständigen Polizei. Urlaubssperren für Polizisten gebe es aber nicht.
Die nötige Sicherheit werde stattdessen durch die «Umgestaltung des Dienstplanes und auch der Dienstinhalte» gewährleistet. «Da wird dann vielleicht auf eine Streifentätigkeit in einem anderen Bereich verzichtet», sagte Grambow. Taschenkontrollen bei Besuchern seien bislang nicht geplant.




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