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DEUTSCHLAND/WELT

 

27.11.2010 | Berlin

Jauch-Millionär: «Das ist wie ein Märchen»

 

Als erster Kandidat seit knapp vier Jahren hat der Hannoveraner Ralf Schnoor bei Günther Jauchs Rateshow eine Million Euro abgeräumt. Bei der letzten Frage nach dem Namen der ersten deutschen Briefmarke hatte der 49-Jährige sogar noch seinen Telefon-Joker übrig.

 

Ein Millionenpublikum schaute am Freitagabend auf RTL zu, wie Schnoor seinen Freund dann nur noch anrief, um ihm zu berichten, dass er die Antwort auf die alles entscheidende Frage auch ohne Hilfe wisse: «Schwarzer Einser».

 

Doch auch mit der Million will Schnoor so weitermachen wie bisher. Bereits am Samstag, einen Tag nach der Ausstrahlung seines Millionen-Triumphes, stand der Ratefuchs schon wieder hinter der Kuchentheke seines «Café K» im Szenestadtteil Linden.

«Sicherlich werde ich nun öfter auch mal Fünfe grade sein lassen», sagte er der Nachrichtenagentur dpa. Aber in seinem Café Kuchen backen und die Toiletten putzen wolle er weiterhin. Von dem Gewinn will er sich mit seiner Frau Sarah eine Wohnung kaufen - das war ohnehin geplant - und eine langersehnte Reise nach Australien gönnen. «Und jeder hier bekommt mehr Lohn», kündigte Schnoor die gute Nachricht für seine 22 Mitarbeiter an. Das «Café K» betreibt er seit 25 Jahren.

 

Auch die beliebten Raterunden «Table-Quiz» soll es weiterhin in seinem Café geben. Dafür denkt sich Schnoor stets die Fragen aus. Dieses Vorwissen hatte ihm gleich zweimal auf Jauchs Kandidatenstuhl geholfen: Bei der Frage für 500 000 Euro wusste der Hannoveraner, dass das Schmerzmittel Acetylsalicylsäure auf einen Wirkstoff in der Weidenrinde zurückgeht. Und auch die Frage nach dem «Schwarzen Einser» hatte Schnoor schon einmal in seinen Raterunden gestellt.

 

«So ein Glück zu haben, ist ein Märchen», sagte Schnoor. Bereits als Jauch die Millionenfrage stellte, war ihm ein Lächeln über das Gesicht gehuscht, das er sich dann aber verkniff, um die Spannung aufrecht zu erhalten. Nach dem Anruf bei seinem Telefonjoker war die Sache dann aber schnell beendet - Jauch konnte nur noch gratulieren.

Für die Ausstrahlung seines Triumphes am Freitagabend hatte Schnoor seine besten Freunde eingeladen - ihnen aber vorgegaukelt, er habe sich am Ende verzockt und sei auf 16 000 Euro zurückgefallen. «Es war nicht schwierig, stillzuhalten», sagte er grinsend. «Es war reine Boshaftigkeit.» Die baffen Blicke seiner Bekannten hätten ihm eine diebische Freude bereitet. Nur seine Frau Sarah wusste bereits von dem Gewinn - sie hatte im Publikum der Show gesessen.

 

Schnoor ist der siebte Jauch-Millionär in der Geschichte der Ratesendung. Außerdem haben zwei Prominente - Thomas Gottschalk und Oliver Pocher - bereits die Frage nach der Million zugunsten eines guten Zwecks geknackt.

Quelle: dpa

Wer wird Millionär: www.rtl.de/cms/unterhaltung/wer-wird-millionaer.html

27.11.2010 | Berlin

Hintergrund: Die Fragen des Millionengewinners Ralf Schnoor

Ralf Schnoor aus Hannover hat am Freitag bei «Wer wird Millionär?» eine Million Euro gewonnen. Dies sind die Fragen, die dem 49-Jährigen gestellt wurden:

Auswahlfrage:
Ergänzen Sie «mit Sack ...», «mit Rat ...», «mit Schimpf ...» und «mit Stumpf ...» zu gebräuchlichen Redewendungen!
A: und Tat | B: und Stiel | C: und Pack | D: und Schande
Richtige Reihenfolge: CADB

Frage 1 (50 Euro)
Wo residieren knapp 150 000 Einwohner?
A: Zuckertempel | B: Pfefferschloss | C: Currypalast | D: Salzburg
Richtige Antwort: D

Frage 2 (100 Euro)
Was ist korrektes Deutsch?
A: ich stiere | B: sie hengste | C: er eber | D: du böcke
Richtige Antwort: A

Frage 3 (200 Euro)
Was lässt sich in vielen Küchenschubladen finden?
A: Hammerlöffel | B: Hobelgabel | C: Sägemesser | D: Bohrkelle
Richtige Antwort: C

Frage 4 (300 Euro)

Was sieht man schon mal auf dem Platz, wenn ein Freistoß gegen Hertha BSC gepfiffen wird?
A: KaDeWe | B: Palast der Republik | C: Rotes Rathaus | D: Berliner Mauer
Richtige Antwort: D

Frage 5 (500 Euro)
Wer auf Kosten eines anderen lebt, bis der selber nichts mehr hat, der frisst ihm redensartlich die ...?
A: Butter vom Brot | B: Rosinen aus dem Kuchen | C: Haare vom Kopf | D: Kleider vom Leib
Richtige Antwort: C

Frage 6 (1000 Euro)
Wo befindet sich im menschlichen Körper das Kreuzband?
A: Knie | B: Ohr | C: Bizeps | D: Wirbelsäule
Richtige Antwort: A

Frage 7 (2000 Euro)
«In der Weihnachtsbäckerei ...?»
A: sieht's oft aus wie Hexerei | B: geht's nicht ohne Sauerei | C: gibt es manche Leckerei | D: endet's oft mit Keilerei
Richtige Antwort: C

Frage 8 (4000 Euro)
Wo gründete Mutter Teresa 1950 ihren Orden «Missionarinnen der Nächstenliebe"»?
A: Yokohama | B: São Paulo | C: Kalkutta | D: Nairobi
Richtige Antwort: C

Frage 9 (8000 Euro)
Seit dem 1. November gibt es in Deutschland erstmals eine ...?
A: Bundestagspräsidentin | B: Bundesratspräsidentin | C: Bundesstaatspräsidentin | D: Bundesministerpräsidentin
Richtige Antwort: B

Frage 10 (16 000 Euro)
Was ist für den Engländer ein «ladybird»?
A: Marienkäfer | B: Mistkäfer | C: Kartoffelkäfer | D: VW-Käfer
Richtige Antwort: A

Frage 11 (32 000 Euro)
Als was machten sich Rudolf Caracciola, Bernd Rosemeyer, Hermann Lang und Karl Kling einen Namen?
A: Dirigenten | B: Modedesigner | C: «Lindenstraße»-Darsteller | D: Autorennfahrer
Richtige Antwort: D

Frage 12 (64 000 Euro)
Welches Grimmsche Märchen spielt zu einer Zeit, «als große Teuerung ins Land kam»?
A: Schneewittchen | B: Aschenputtel | C: Rotkäppchen | D: Hänsel und Gretel
Richtige Antwort: D

Frage 13 (125 000 Euro)
Was hat geografisch betrachtet genau 9 Anrainerstaaten?
A: Victoriasee | B: Ostsee | C: Mittelmeer | D: Atlantik
Richtige Antwort: B

Frage 14 (500 000 Euro)
Was kann als «Vorfahr» des Schmerzmittel-Wirkstoffs ASS bezeichnet werden?
A: Lindenblüten | B: Mariendisteln | C: Weidenrinde | D: Nelkenblätter
Richtige Antwort: C

Frage 15 (1 000 000 Euro)

Wie heißt die erste deutsche Briefmarke, die 1849 in Bayern herausgegeben wurde?
A: Schwarzer Einser | B: Roter Zweier | C: Gelber Dreier | D: Blauer Vierer
Richtige Antwort: A

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