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WINTER IN BERLIN
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03.12.2010 | Berlin
Ruhe nach dem Wetter-Chaos in Ostdeutschland
Nachdem Tief «Katharina» in den ostdeutschen Bundesländern gewütet hatte, war es in der Nacht zum Freitag vorwiegend ruhig auf den Straßen - aber weiterhin glatt. Der Luftverkehr war deshalb stark beeinträchtigt. Und auch auf den Gleisen fuhren die Züge wieder, aber verspätet.
Am Freitagmorgen kam es in Brandenburg auf glatten Autobahnen nach Angaben der Polizei in Potsdam zu einer Häufung von Unfällen. Wie in ganz Deutschland auch hatte es in den meisten Regionen aufgehört zu schneien. Dennoch waren die Straßen wegen Frost in der Nacht wieder spiegelglatt. Nach Angaben der Polizeibehörden gab es aber nur wenige wetterbedingte Unfälle, die meisten verliefen glimpflich.

Auch in Mecklenburg-Vorpommern, wo besonders an der Ostseeküste, auf der Insel Rügen und auf Usedom schwere Schneeverwehungen den Verkehr stark behindert hatten, gab es auch in der Nacht zum Freitag nur drei Unfälle. Dabei wurde ein Mensch schwer verletzt. Auch in Rügen war nach Angaben der Polizei in Stralsund weitgehend alles in Ordnung. Auch die Schulbusse sollen am Freitag wieder normal fahren.
Stark betroffen von der Witterung war vor allem der Berliner Flughafen Tegel. Hier fielen am Donnerstagabend und am Freitagmorgen zahlreiche Flüge aus. Betroffen waren auch internationale Verbindungen mit London, Paris und Zürich.
Im Zugfernverkehr kam es am Freitagmorgen teilweise noch zu Verspätungen. Insgesamt war die Lage aber deutlich entspannter als am Donnerstag, als zahlreiche Züge auch im Regionalverkehr ausgefallen waren.

Auf den meisten Hauptstraßen, also Autobahnen und Bundesstraßen, hatten die Winterdienste in den Städten gute Arbeit geleistet. «Die fahren mit allem, was sie haben und haben nur kurze Pausen eingelegt», lobte ein Sprecher der Polizei in Dresden.
Dafür setzte sich aber so langsam eine Art Winterfrust ein. «Die Bevölkerung hat die Nase voll vom Wetter!», schimpfte deshalb ein Polizeisprecher in Thüringen.
Quelle: dpa
Deutscher Wetterdienst: http://www.dwd.de
03.12.2010 | Frankfurt (Oder)/Potsdam
Erster Verkehrstoter wegen glatter Fahrbahn
Die widrigen Straßenverhältnisse mit Schnee und Glätte haben in Brandenburg ein erstes Todesopfer in diesem Winter gefordert: Der 26 Jahre alte Fahrer eines Kleintransporters kam in der Nacht zum Freitag auf der A24 zwischen Meyenburg und Pritzwalk (Prignitz) ins Schleudern und prallte mit seinem Fahrzeug gegen zwei andere Autos. Er starb noch an der Unfallstelle, wie die Polizei in Potsdam mitteilte.

Auch andernorts kam es am Freitagmorgen zu Karambolagen. «Es klappert an allen Ecken und Enden», beschrieb ein Polizeisprecher die Situation im Berufsverkehr rund um Berlin. Allerdings krachte es nicht mehr so häufig wie tags zuvor. Von Verkehrsunfällen auf glatten Fahrbahnen waren vor allem die Autobahnen A10, A111 und A24, aber auch Bundes- und Landstraßen betroffen. Etwas besser sah es im Bereich des Polizeipräsidiums Frankfurt (Oder) aus. Insgesamt wurden in Brandenburg seit Mitternacht 54 Verkehrsunfälle registriert. Zwei Menschen erlitten Verletzungen.
Vor allem auf Nebenstraßen liegt in Südbrandenburg noch viel Schnee. Schulbusse könnten sich verspäten. Da es aber nicht mehr schneit, entspannt sich die Lage. Der Deutsche Wetterdienst in Potsdam warnte jedoch angesichts von Dauerfrost und erwarteten Tiefsttemperaturen von bis zu minus 14 Grad in der Nacht zum Samstag weiter vor Straßenglätte.
Die Witterung macht auch dem Bahnverkehr weiter zu schaffen. Viele Regionalzüge verspäteten sich. Die Züge von Cottbus nach Leipzig und von Cottbus nach Magdeburg fielen teilweise aus. Die Berliner S-Bahn hatte auf praktisch allen Strecken Verspätung und verlängerte ihre Taktzeiten.
Quelle: dpa
Polizei: http://www.internetwache.brandenburg.de
Deutscher Wetterdienst: http://www.dwd.de

03.12.2010 | Berlin
Lompscher weist Kritik an BSR zurück
Umweltsenatorin Katrin Lompscher (Linke) hat Kritik an der Berliner Stadtreinigung (BSR) zurückgewiesen. Solange es schneie, könne man Schnee nicht vollständig räumen, sagte Lompscher am Freitag im RBB-Inforadio zur Arbeit der BSR. Sie äußerte sich überzeugt, dass sich die Lage auf Straßen und Gehwegen aber in Kürze deutlich verbessern wird. Der Winterdienst werde in diesem Jahr insgesamt besser sein. Am Donnerstag, dem Tag des ersten größeren Schneefalls, hatte es Kritik an der Arbeit der BSR gegeben. Auch der Winterdienst der Hausbesitzer, die nach der kürzlich verschärften Gesetzeslage Schnee und Eis vor ihren Grundstücken räumen müssen, wurde kritisiert.




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