DEUTSCHLAND/WELT

06.12.2010 | Berlin
Am 6. Dezember: Nikolaustag
Nikolaus wird immer noch als Heiliger gefeiert, obwohl sein Gedenktag 1969 aus dem Generalkalender der katholischen Kirche gestrichen wurde. Als historisches Vorbild gilt Bischof Nikolaus von Myra (heute Türkei). Sein Todestag war ein 6. Dezember zwischen 345 und 351. In den orthodoxen Ostkirchen wird Nikolaus besonders verehrt. Nach einer Legende soll er noch zu Lebzeiten drei Feldherrn gerettet haben und daraufhin dem Kaiser in Konstantinopel im Traum erschienen sein. Nikolaus soll zudem heimlich armen Mädchen Geld für ihre Aussteuer zugesteckt haben. Daraus hat sich vermutlich die Tradition entwickelt, am Nikolaustag Kinder zu beschenken.
Quelle: dpa
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Das Haus vom Nikolaus
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06.12.2010 | Sankt Nikolaus
Hintergrund - Zum 6. Dezember - Nikolaustag) Nikolaus und Co.: Akteure der Weihnachtszeit
Nikolaus, Christkind, Weihnachtsmann - in der Weihnachtszeit sind verschiedene Gabenbringer im Einsatz. Ein «Wer ist wer» der wichtigsten Akteure:

NIKOLAUS: Seit dem 11. Jahrhundert zieht er traditionell am 6. Dezember durchs Land, um brave Kinder zu beschenken. Vielerorts stellen sie dazu bereits am Vorabend ihre Stiefel vor die Tür. Sankt Nikolaus füllt die Schuhe in der Nacht mit Äpfeln, Nüssen und Süßigkeiten. In anderen Gegenden kommt er im Bischofsgewand persönlich zum Hausbesuch vorbei. Um freche Kinder zu bestrafen, hat er oft einen grimmigen Begleiter: Knecht Ruprecht oder Krampus. Als historisches Vorbild für den Nikolaus gilt der Bischof von Myra, der im 3. und 4. Jahrhundert lebte und als Schutzpatron der Kinder gilt.
CHRISTKIND: In evangelischen Gebieten löste das Christkind Mitte des 16. Jahrhunderts den Nikolaus als Gabenbringer ab. Als Gegner der katholischen Heiligenverehrung ersetzte der Reformator Martin Luther Sankt Nikolaus durch das Jesuskind. Heute schreiben vor allem Kinder aus Süddeutschland Wunschzettel an das Christkind, das angeblich den neugeborenen Christus darstellen soll. Allerdings wird die Figur oft als Mädchen im Engelsgewand gezeigt. Heiligabend verteilt es Geschenke, hilft manchmal beim Schmücken des Weihnachtsbaums und läutet mit einer Glocke, bevor es ungesehen verschwindet.
WEIHNACHTSMANN: Als Nachfahre des Nikolaus bringt er an Heiligabend oder in der folgenden Nacht Gaben für die Kinder. Dabei soll der bärtige alte Mann mit der Mütze auf einem fliegenden Rentierschlitten von Haus zu Haus reisen. Seinen roten Mantel verdankt der Weihnachtsmann wahrscheinlich Sankt Nikolaus. Niederländische Auswanderer brachten den europäischen Nikolaus - holländisch: «Sinterklaas» - im 17. Jahrhundert mit nach Amerika. Aus dieser Figur entwickelte sich der amerikanische Santa Claus. Und dessen Aussehen - ein rundlicher Mann mit rotem Mantel und weißem Bart - prägte wiederum das heutige europäische Bild vom Weihnachtsmann.





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