DEUTSCHLAND/WELT

09.12.2010 | Berlin
DB bietet erneut kostenlose Ticket-Rücknahme an
Witterungsbedingte Verspätungen und Ausfälle / Aktuelle Infos unter kostenloser Service-Nummer 08000 99 66 33 und www.bahn.de/aktuell
Aufgrund der Witterungsbedingungen bietet die Deutsche Bahn ihren Kunden erneut aus Kulanz die Möglichkeit an, Tickets kostenlos zurückzugeben. Fahrkarten (inklusive zuggebundener Angebote) sowie Reservierungen für Fahrten, die von heute bis einschließlich Sonntag, 12. Dezember 2010, angetreten werden sollten, können innerhalb dieses Zeitraums kostenfrei storniert werden.
Schneefälle und Eisregen führten bei der Deutschen Bahn in der Nacht und heute Morgen vor allem in Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt, Hessen und Bayern zu Störungen im Schienenverkehr. Aufgrund witterungsbedingter Behinderungen kann es auch im Tagesverlauf zu Beeinträchtigungen, insbesondere zu Verspätungen und Zugausfällen kommen. Der Fernverkehr zwischen Leipzig und Nürnberg und in der Gegenrichtung wird derzeit über Fulda umgeleitet. Hier kommt es zu Verspätungen von circa 90 Minuten.

Außerdem hat die DB die Höchstgeschwindigkeit ihrer Züge bundesweit weiterhin auf 200 km/h reduziert. Durch die geringere Geschwindigkeit wird verhindert, dass von der Wagenunterseite herabfallende Eisklumpen Schottersteine hochwirbeln und dabei Schäden an den Fahrzeugen verursachen.
Aktuelle Infos zu Verspätungen und Ausfällen können rund um die Uhr unter der kostenlosen Service-Nummer 08000 99 66 33 und unter www.bahn.de/aktuell abgerufen werden. Nutzer mobiler Endgeräte erhalten aktuelle Reiseinformationen über m.bahn.de/ris.
Quelle: dpa
Winter-Informationen der Bahn: http://www.bahn.de/p/view/home/info/wintereinbruch.shtml
03.12.2010 | Berlin
Die Winterprobleme der Bahn

Schneefälle behindern derzeit den Schienenverkehr in Deutschland. Die Bahn hat im Winter spezielle Probleme, die sich teilweise nicht verhindern lassen. Auch die hohe Technisierung moderner Züge spielt dabei eine Rolle. Die größten Winterprobleme der Bahn:
- Weichen sind durch starken Schneefall oder Eis blockiert.
Gegenmaßnahme: Weichenheizungen. Sie werden entweder elektrisch oder mit Gas betrieben. Die meisten Heizungen bei der Deutschen Bahn laufen mit Strom. Anfang November prüfen Mitarbeiter, ob sie angeschlossen und funktionstüchtig sind. Bei Temperaturen unter minus zehn Grad Celsius, starker Eisbildung oder Schneeverwehungen helfen aber auch oft die Heizungen nicht mehr. Dann müssen Räumkommandos ausrücken und die Weichen wieder freilegen.

- Die Türen von Wagen lassen sich nicht mehr öffnen, weil sie im eisigen Fahrtwind zugefroren sind.
- Eis auf den Schienen erschwert die Beschleunigung und verlängert den Bremsweg.
- Eisklumpen fallen von den Wagen und wirbeln Schotter auf, der die Wagenunterseite beschädigt. Unter Umständen müssen Züge deshalb langsamer fahren.
- Batterien von Dieselloks streiken - wie beim Auto springt der Motor nicht an.

- Bei starker Kälte versagt mitunter die Bordelektronik, ohne die ein moderner Zug nicht fahren kann. Im vergangenen Winter setzte aufgewirbelter feiner Pulverschnee bei einigen ICE-Schnellzügen elektronische Bauteile außer Gefecht. Er wurde durch die Lüftung ins Innere geblasen.
- In seltenen Fällen kann Eisregen die stromführende Oberleitung mit einem Eismantel überziehen und so den Kontakt zum Stromabnehmer einer E-Lok verhindern. Folge: Der Zug kann nicht weiterfahren.




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