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  • S-Bahn: Einschränkungen

DEUTSCHLAND/WELT

 

Aktuelle Fahrplaninformationen gibt es unter www.s-bahn-berlin.de
und am S-Bahn-Kundentelefon unter 030 29 74 33 33.

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Viele S-Bahn-Züge gekürzt | Ringbahnzüge verkehren im 10 Minuten-Takt | 20 Minuten-Takt
zwischen Charlottenburg und Potsdam sowie zwischen Wartenberg und Warschauer Straße

07.12.2010 | Berlin

S-Bahn weiter mit eingeschränktem Verkehr

 

Die Berliner S-Bahn wird auch am Dienstag nur eingeschränkt fahren. Wegen witterungsbedingter Ausfälle gebe es auf vielen Linien nur einen 20-Minuten-Takt, teilte die S-Bahn Berlin GmbH mit. Bereits am Montag waren schon weniger Wagen im Einsatz. Während es zum Wintereinbruch noch 830 Wagen waren, fuhren am Montag nur 640 auf den Linien. Täglich sollten jetzt aber 40 Wagen dazu kommen, so dass Anfang nächster Woche wieder der aktuell reguläre Fahrplan eingehalten werden könne, hatte die S-Bahn zuvor mitgeteilt. Allerdings sind für Mittwoch wieder Schneefälle angekündigt, so dass es erneut zu Weichenstörungen kommen kann.

dpa
06.12.2010 | Berlin

Berliner S-Bahn droht dauerhaftes Winterchaos

Jetzt ist offiziell, was viele Berliner schon ahnten: Der S-Bahn-Verkehr steht bei jedem stärkeren Schneefall vor dem Kollaps. Der S-Bahn-Chef zeigte sich am Montag zerknirscht und hilflos. Die Verkehrssenatorin ist fassungslos.


Die Berliner müssen in diesem Winter immer wieder mit Teilausfällen des S-Bahn-Verkehrs rechnen. Hauptgrund sind die vielen Wartungs- und Reparaturarbeiten, zu denen die Wagen in die Werkstätten müssen. Am Montag war gut ein Viertel der zuletzt einsatzfähigen S-Bahn-Flotte nicht auf der Strecke, wie S-Bahn-Geschäftsführer Peter Buchner vor Journalisten berichtete.

Auf allen Linien fuhren die Züge mit weniger Wagen. Auch die Taktzeiten verlängerten sich. Fahrgäste drängten sich in überfüllte Züge. Eine Signalstörung auf der Ringstrecke verschlimmerte die Situation. Viele Fahrgäste beschwerten sich über fehlerhafte oder gar nicht vorhandene Informationen auf den Bahnsteigen.

Verkehrssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) sprach von einem «unhaltbaren und nicht zu entschuldigenden Zustand». Wegen der verschärften Lage will der Verkehrsausschuss des Abgeordnetenhauses Bahnchef Rüdiger Grube am 10. Januar vor das Gremium zitieren. Grube ist Vorstandsvorsitzender des S-Bahn-Mutterkonzerns Deutsche Bahn.

Zwar will die S-Bahn Anfang kommender Woche wieder zum derzeit regulären Fahrplan zurückkehren, wie Buchner ankündigte. Zugleich gestand er ein: «Das System ist instabil.» Wenn es Mitte der Woche wieder stark schneien werde, «ist nicht auszuschließen, dass das zusätzliche Fahrzeuge kostet», sagte er. Am Montag befanden sich noch etwa 90 Doppelwagen-Einheiten, die 180 Wagen entsprechen, in der Warteschleife für einen Werkstattaufenthalt.

Am Montag konnten lediglich 640 Wagen eingesetzt werden, bis Anfang nächster Woche sollen nun täglich 40 hinzukommen, so dass dann wieder die zuletzt üblich Sollstärke von 830 Fahrzeugen erreicht wäre. Vor Beginn der S-Bahn-Krise im Juni 2009 waren mehr als 1000 Wagen unterwegs. Das Unternehmen hat eigentlich 1260 Wagen zur Verfügung.

Junge-Reyer sagte, es gebe keine hinreichende Erklärung für die Ausfälle. «Es ist nicht nachvollziehbar, weil in anderen Ballungsgebieten die Weichen auch im Winter funktionieren», sagte Junge-Reyer. Mit zehn Zentimetern Neuschnee müsse das Unternehmen klarkommen. «Die S-Bahn schafft es nicht, sie kann es nicht», schimpfte die Senatorin.

Der Geschäftsführer des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg (VBB), Hans-Werner Franz, sagte, er vermisse eine klare Analyse der Fehler und eine ehrliche Antwort, wie sie beseitigt werden können. «Das Versprochene ist nicht eingehalten worden», sagte Franz im RBB-Inforadio. Es fehle an Wartung und genügend Personal.

«Wir haben uns wirklich gut auf den Winter vorbereitet gefühlt», sagte S-Bahn-Chef Buchner, der sich abermals bei den Fahrgästen entschuldigte. «Dass wir so einbrechen, habe ich mir nicht vorstellen können.» Das System sei jedoch so labil, «dass bei externen Schocks das System dann kollabiert».

Buchner nannte eine Fülle von Ursachen für die Probleme. So habe der Schnee vorigen Donnerstag zu 69 Weichenstörungen geführt. Obwohl die Weichenheizungen funktionierten, habe Flugschnee die Weichen blockiert, so dass von Räumkräften freigekehrt werden mussten.

Bei zahlreichen S-Bahnen versagte der Antrieb. Die anfälligen Fahrmotoren sollen nach und nach ausgetauscht werden. Hinzu komme eine Vielzahl von Wartungsarbeiten, die parallel gemacht werden müssten, sagte Buchner. Dabei sei die tägliche Prüfung der Bremssand-Anlagen momentan «das größte Thema». Sie koste viel Zeit in den Werkstätten. Die S-Bahn muss außerdem derzeit aus Sicherheitsgründen Achsen und Räder vieler Wagen austauschen oder häufig kontrollieren.

Quelle: dpa

S-Bahn-Pressemitteilung... »
S-Bahn: www.s-bahn-berlin.de

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