DEUTSCHLAND/WELT
22.03.2009

22.03.2009 | New York/Los Angeles (dpa)
Familie nimmt Abschied von Natasha Richardson
Angehörige und Freunde haben am Wochenende von Natasha Richardson Abschied genommen. Die britische Film- und Bühnenschauspielerin war am Mittwoch in einem New Yorker Krankenhaus an den Folgen eines Skiunfalls gestorben.
Am Sonntag sollte Richardson in Millbrook im US-Staat New York beigesetzt werden, wo die 45-jährige Britin mit Ehemann Liam Neeson und ihren beiden Söhnen in einem Landhaus lebte.
Neeson, Richardsons Mutter, Oscar-Preisträgerin Vanessa Redgrave, und zahlreiche prominente Freunde wohnten am Freitag in Manhattan einer Totenwache bei. Sarah Jessica Parker, Uma Thurman, Ralph Fiennes, Ethan Hawke und Laura Linney waren unter den Trauergästen, berichtete der Internetdienst «E!Online». In der Nacht zum Freitag hatten die Angehörigen am New Yorker Broadway an einer Gedenkfeier teilgenommen, bei der eine Minute lang die Lichter auf der berühmten Theatermeile ausgeschaltet wurden.

Nach dem am Donnerstag veröffentlichten Autopsiebericht war Richardson an einer Gehirnblutung als Folge eines schweren Aufpralls am Kopf gestorben. Sie war am Montag im kanadischen Skigebiet Mont Tremblant nahe Québec auf einer Anfängerpiste während einer Unterrichtsstunde hingefallen. Sie trug keinen Helm, hatte sich bei dem Sturz aber keine sichtbaren Verletzungen zugezogen, teilte ein Sprecher des Skiresorts mit.
Nach Angaben der zuständigen Notrufzentrale vergingen knapp vier Stunden, bevor Richardson von einem Arzt untersucht wurde. Ein Ambulanzteam, das gleich nach dem Sturz bestellt worden war, sei wieder weggeschickt worden, weil die Schauspielerin zunächst keine Behandlung wollte, teilte der Einsatzleiter am Samstag der US- Zeitschrift «People» mit. Auch als sie wenig später in ihrem Hotelzimmer unter Kopfschmerzen litt, wollte der Star zunächst keinen Arzt sehen, hieß es. Ein erneut herbeigerufener Sanitäter habe aber den Ernst der Lage erkannt und sie sofort in ein örtliches Krankenhaus gefahren. Von dort sei sie per Krankenwagen in eine Trauma-Klinik nach Montreal gebracht worden.
Ein Hubschrauber für den Krankentransport stand in dem kleinen Wintersportort nicht zur Verfügung. US-Medien spekulierten am Wochenende, dass Richardson bei einer schnelleren Behandlung und einer Notoperation möglicherweise überlebt hätte.





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