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  • Staugefahr zum Jahreswechsel

DEUTSCHLAND/WELT

 

27.12.2010 | Berlin

Der ADAC erwartet zum Jahreswechsel lange Staus und auch die Bahn kündigt Verspätungen an.

In zahlreichen Bundesländern und in einigen Nachbarländern gehen die Weihnachtsferien zu Ende. Wie der ADAC in seiner Stauprognose mitteilte, müssen Autofahrer am kommenden Wochenende besonders viel Geduld aufbringen. Zumindest lebhaften Verkehr erwartet der Automobilclub schon am Donnerstag und Freitag. Auch in Österreich, Italien und der Schweiz werden Autofahrer am Silvester-Wochenende nicht um Staus herumkommen.

Auf glatten Straßen krachte es vielerorts bei Verkehrsunfällen. Der ADAC erwartet zum Jahreswechsel viel Verkehr und längere Staus auf den Autobahnen. Der öffentliche Nahverkehr hatte ebenfalls häufig noch mit Schnee und Eis zu kämpfen.

Vielerorts war es in der Nacht zum Montag bitterkalt: Bei Leutkirch-Herlazhofen im Allgäu sei die Temperatur auf minus 17 Grad gesunken, in Manschnow im Kreis Märkisch-Oderland (Brandenburg) auf minus 16 Grad, sagte Meteorologe Martin Jonas von Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach. Die Minus-20-Grad-Marke sei zwar noch nicht geknackt worden, aber in Reichweite. «Wir bekommen noch einmal einen Schub Kaltluft», sagte Jonas.

Auch Bahnreisende müssen wegen des Winterwetters weiter mit Verspätungen und vereinzelten Zugausfällen rechnen. Auch heute gab es laut Online-Fahrplanauskunft noch Probleme auf einigen Strecken.

Ein Sprecher der Bahn sagte, der bundesweite Fernverkehr habe sich stabilisiert. Auf das Unternehmen kommen erhebliche Entschädigungszahlungen an genervte Reisende zu, der finanzielle Umfang ist nach Angaben der Bahn aber noch nicht zu bilanzieren.

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer verteidigte den bundeseigenen Konzern gegen Kritik. Die Bahn tue bereits viel, um die Zuverlässigkeit der Züge zu erhöhen. «Ich habe mehrfach gesagt, dass ich erwarte, dass die Züge bei plus vierzig Grad genauso wie bei minus vierzig Grad funktionieren müssen», sagte der CSU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur.

«Mit über 330 Millionen Euro wird die Modernisierung der IC- und ICE-2-Flotte vorangebracht», betonte Ramsauer. Die Kapazitäten in den Werkstätten der Bahn seien aufgestockt und die Enteisungsanlagen aufgerüstet worden. «Zudem hat die Deutsche Bahn mehrere hundert Gleis- und Weichenheizungen nachgerüstet.» Aber auch mehr beheizte Weichen würden angesichts des extremen Winterwetters nur bedingt weiterhelfen. «Dann muss von Hand geschaufelt werden.» Die Bahn setze daher rund um die Uhr mehr als 10 000 Schneeräumkräfte ein.

Quelle: dpa

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