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DEUTSCHLAND/WELT

 

03.01.2011 | Dresden/Magdeburg/Erfurt

Bahnverkehr kommt allmählich wieder in Schwung

 

Das Tauwetter hat den Bahnverkehr in Deutschland abgesehen vom Osten der Republik zum neuen Jahr wieder in Schwung gebracht. So laufe der Bahnverkehr im Norden nach den schweren Störungen zwischen Weihnachten und Silvester wieder insgesamt stabil.

 

Das sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn am Montag. Dazu zähle der Regionalverkehr in Schleswig-Holstein, der Fernverkehr und der S-Bahn-Verkehr in Hamburg. Allerdings fallen wegen defekter Triebwagen alle Regionalexpresszüge zwischen Kiel und Lübeck aus. Die Regionalbahnen fahren nur im Stundentakt.

 

Viele Berliner mussten dagegen zum Start ins neue Schuljahr lange auf den Bahnsteigen warten und frieren, weil mehr als die Hälfte der rund 560 Doppelwagen nicht einsetzbar waren. Mit einem stark ausgedünnten «Not-Notfahrplan», wie ihn ein Sprecher der S-Bahn nannte, soll der Betrieb mit mindestens 200 einsetzbaren Doppelwagen «bis auf weiteres» stabil gehalten werden.

Auch in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen hat das neue Jahr für Reisende im Bahn-Regionalverkehr erneut mit Einschränkungen begonnen. Das Winterwetter der vergangenen Wochen habe vermehrt Züge außer Betrieb gesetzt, teilte ein Sprecher der Deutschen Bahn am Montag mit. Die Werkstätten seien überlastet und kämen mit der Reparatur der Fahrzeuge nicht nach. Daher müssten Reisende in dieser Woche Verspätungen und zahlreiche Zugausfälle in Kauf nehmen. In Sachsen-Anhalt sind unter anderem die Routen Magdeburg-Halle und Lutherstadt Wittenberg-Magdeburg betroffen.

 

Für weniger Ärger sorgt der Winter hingegen beim Harz-Elbe-Express (HEX), einem Tochterunternehmen von Veolia. Mit den erst fünf Jahre alten Fahrzeugen gibt es nach Angaben des Unternehmens keine Probleme. «Sie haben offensichtlich eine ausreichend robuste Technik», sagte ein Sprecher. Das Unternehmen lege großen Wert auf Wartung.

 

dpa

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