DEUTSCHLAND/WELT

23.03.2011 | Salzgitter
Keine Radioaktivität aus Japan in Deutschland
Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat in Deutschland noch keine Radioaktivität aus Japan gemessen. Das teile die Behörde mit. «Sobald erste Partikel an Radioaktivität Deutschland erreichen, wird das BfS die Bevölkerung umfassend informieren», kündigte Sprecher Florian Emrich an.
Die Experten erwarten aufgrund der großen Entfernung nur sehr geringe Mengen Radioaktivität, «die keine gesundheitliche Gefahr für Menschen und Umwelt in Deutschland oder Europa darstellen». Die Messnetze des BfS seien so genau, dass selbst kleinste Belastungen (Tausendstel Bequerel) festgestellt werden könnten. Fachleute hatten zuvor berichtet, Luftströmungen würden radioaktive Partikel Mitte dieser Woche nach Mitteleuropa tragen.
Quelle: dpa

23.03.2011 | Halle
Erste radioaktive Partikel erreichen Mitteleuropa
Luftströmungen mit radioaktiven Partikeln aus Japan werden nach Angaben des Umweltbundesamtes heute Mitteleuropa erreichen. Wichtig sei, «dass die Aktivität sehr, sehr niedrig sein wird», sagte Erich Wirth, Leiter der Umweltbundesamt-Messstation Schauinsland.
Man könne die sehr schwache Radioaktivität nur mit aufwendigen Methoden nachweisen, betonte Erich Wirth im Programm von MDR Info. Man erwarte Werte im Bereich von Hunderttausendstel Becquerel pro Kubikmeter Luft. Die gewöhnliche Strahlenbelastung von 70 Nanosievert pro Stunde werde «davon praktisch nicht beeinflusst». Zuletzt hätten Wissenschaftler den Weg der Partikel über die USA und Island nach Mitteleuropa verfolgen können.
Auch langfristig gehe man davon aus, dass die Belastung sehr niedrig bleiben werde: «Das hängt damit zusammen, dass die Entfernungen sehr weit sind», sagte Wirth. Es könne aber sein, dass die Aktivität über einen längeren Zeitraum hinweg gemessen werden könne.




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