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DEUTSCHLAND/WELT

 

Renate Künast (Bündnis 90/Die Grünen) im Interview mit Jochen Trus (7. April 2011)

Das Interview zum Nachhören...

R. Künast im Interview
Audio
06.04.2011 | Berlin

Neue Wahl-Umfrage: Grüne in Berlin wieder vor SPD

Die Grünen liegen in Berlin nach der neuesten Umfrage wieder vor den Sozialdemokraten. Die derzeitige Oppositionspartei kommt auf 28 Prozent, das sind fünf Punkte mehr als bei der letzten Umfrage im Februar. Die regierende SPD landet nach einem Minus von zwei Punkten bei 26 Prozent. Das ist das Ergebnis einer Umfrage von Infratest dimap im Auftrag der RBB-Abendschau und der «Berliner Morgenpost» (Donnerstag). Damit würde es bei den nächsten Abgeordnetenhauswahlen klar zu einem grün-roten Bündnis reichen. Befragt wurden 1000 wahlberechtigte Berliner zwischen dem 1. und 4. April.

Nach vorab veröffentlichten Angaben der «Berliner Morgenpost» vom Mittwochabend verliert die CDU nach der Umfrage zwei Punkte und erreicht 21 Prozent. Die zweite Regierungspartei Linke rangiert auf etwa gleichem Niveau wie im Februar bei 15 Prozent (-1). Die FDP kann von den geplanten Veränderungen in ihrer Bundes-Führung noch nicht profitieren und würde mit nur drei Prozent scheitern und wäre nicht im neuen Abgeordnetenhaus vertreten.

Sollten die Kräfteverhältnisse bis zur Wahl am 18. September so bleiben, würde die Grünen-Spitzenkandidatin Renate Künast voraussichtlich Regierende Bürgermeisterin. Der Amtsinhaber Klaus Wowereit (SPD) wird aber gleichzeitig so positiv beurteilt wie seit langem nicht. Seine persönliche Popularität stieg um neun Prozentpunkte auf nun 61 Prozent. Bei einer Direktwahl des Regierungschefs läge Wowereit weiterhin deutlich mit 55 zu 30 Prozent Zustimmung vor Renate Künast.

Quelle: dpa
06.04.2011 | Berlin

stern-RTL-Wahltrend: Grüne auf Rekordhoch - absolute Mehrheit für Grün-Rot - FDP fällt auf drei Prozent

 

Nach ihrem Wahlerfolg in Baden-Württemberg sind die Grünen in der Wählergunst bundesweit auf einen neuen Höchstwert geschnellt. Im stern-RTL-Wahltrend kletterten sie im Vergleich zur Vorwoche um 7 Prozentpunkte auf 28 Prozent. Es ist ihr bester je in dem Wahltrend gemessener Wert. Die SPD fiel um 2 Punkte auf 23 Prozent. Zusammen erreichen beide Parteien 51 Prozent. Erstmals seit der Bundestagswahl 2009 haben Grüne und SPD damit in der Wählerstimmung eine absolute Mehrheit, wobei die Grünen als stärkere Partei den Bundeskanzler stellen könnten.

Das Regierungslager aus Union und FDP hat nach dem Wahldebakel im Südwesten und der Führungskrise bei den Liberalen dramatisch an Zustimmung verloren. Die Union sank um 3 Punkte auf 30 Prozent, die FDP verlor 2 Punkte und wäre mit nur noch 3 Prozent nicht mehr im Bundestag vertreten. Mit gemeinsam 33 Prozent liegt die schwarz-gelbe Koalition 18 Punkte hinter einem grün-roten Bündnis.

Die Linke gewann 1 Punkt, bleibt mit 9 Prozent aber weiter einstellig. Für "sonstige Parteien" wollen 7 Prozent der Wähler stimmen (-1).

Forsa-Chef Manfred Güllner sagte dem stern, die Grünen würden davon profitieren, dass Union, SPD und FDP als einziges Thema nur noch über den Atomausstieg debattierten. Dies sei aber ein originäres Thema der Grünen und mache sie daher für die Bürger attraktiv. Die Atombefürworter in Union und FDP dagegen fühlten sich im Stich gelassen. Zudem habe der Regierung geschadet, dass die Menschen die abrupte Atomabkehr als nicht glaubhaft empfänden. Güllner: "Und unglaubwürdige Parteien werden nicht gewählt. Ich bin sicher, hätten Union und FDP nach Japan anders gehandelt, hätte Mappus die Wahl in Baden-Württemberg gewonnen." Der Forsa-Chef bleibt skeptisch, ob die FDP mit ihrem Wechsel an der Parteispitze beim Wähler punkten könne. Güllner: "Westerwelle wird ja als Außenminister so negativ beurteilt.Gibt er nicht auch dieses Amt auf, wird sich wenig ändern."

 

Datenbasis: 2505 repräsentativ ausgesuchte  Bundesbürger vom 28. März bis 1. April 2011, statistische  Fehlertoleranz: +/- 2,5 Prozentpunkte. Institut: Forsa, Berlin; Auftraggeber: stern und RTL, Quelle: stern-RTL-Wahltrend.

 

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