DEUTSCHLAND/WELT

14.04.2011 | Paris
Fünf Tote und 57 Verletzte
Bei einem verheerenden Brand in einem Pariser Wohnhaus sind in der Nacht zum Donnerstag mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. 57 weitere wurden nach einer vorläufigen Bilanz der Rettungskräfte verletzt, sechs von ihnen schwer.
Das Unglück gilt als eine der schlimmsten Brankatastrophen seit Jahren in der französischen Hauptstadt. Mehrere Hausbewohner sprangen noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr aus den Fenstern und stürzten auf den harten Beton. Vier der fünf Opfer starben an den Folgen ihrer Sturzverletzungen. Von Mitbewohnern eilig herbeigeschaffte Matratzen konnten sie nicht retten.

Die Ursache des Brandes im Pariser Stadtteil Ménilmontant war zunächst völlig unklar. Nach ersten Erkenntnissen brach das Feuer um kurz nach 3.00 Uhr im Treppenhaus aus und überraschte die Bewohner im Schlaf. Nach Angaben eines Hausbewohners hatte es in dem Trennhaus kurz zuvor Malerarbeiten gegeben. Zu den vielen Opfern sei es wahrscheinlich gekommen, weil das Treppenhaus aus Holz und sehr eng war, sagte Bezirksbürgermeisterin Frédérique Calandra. Zudem sei eine Überbelegung von Wohnungen typisch für das 20. Arrondissement im Osten der Hauptstadt.
In dem betroffenen Haus waren nach ersten Erkenntnissen neben Appartements auch Künstlerateliers. Das Gebäude soll einfach, aber nicht marode gewesen sein. «Die Polizei wird die Brandursache genau untersuchen», sagte Bürgermeisterin Calandra.
Rund 300 Rettungskräfte kämpften bis zum frühen Morgen gegen die Flammen und versuchten, ein Übergreifen des Feuers auf benachbarte Gebäude zu verhindern. Gegen 5.30 Uhr war der Brand aber unter Kontrolle. Unter den Verletzten sind auch sechs Kinder und ein Feuerwehrmann, der bei den Löscharbeiten einen schweren Stromschlag abbekam.




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