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  • Proteste in Syrien

DEUTSCHLAND/WELT

 

26.04.2011 | Berlin

Auswärtiges Amt: Deutsche sollen Syrien verlassen


Das Auswärtige Amt rät allen Deutschen in Syrien, das Land zu verlassen. Sie sollten versuchen, mit regulären Flügen auszureisen, so lange dies noch möglich ist, schreibt das Ministerium in seinen Reise- und Sicherheitshinweisen für das Land im Nahen Osten. Von Reisen nach Syrien wird bereits seit längerem dringend abgeraten. In den vergangenen Wochen wurden bei Demonstrationen und Auseinandersetzungen in Syrien hunderte Menschen getötet.

Quelle: dpa

Reisehinweis Syrien... »

26.04.2011 | Damaskus/Istanbul

Gewalt und Massenverhaftungen in Syrien

Das syrische Regime geht trotz Sanktionsdrohungen aus dem Ausland weiter mit brutaler Gewalt gegen die Protestbewegung vor. Die staatliche Nachrichtenagentur Sana meldete am Dienstag, die Armee sei «auf Bitten der Bewohner von Daraa» in der Stadt einmarschiert. Daraa ist eine Hochburg der Regimegegner, die seit Mitte März gegen Präsident Baschar al-Assad und seine Regierung protestieren.

Am Montagmorgen waren nach Angaben von Oppositionellen Tausende von Soldaten und Angehörigen der Spezialeinheiten mit Panzern und Scharfschützen in die Stadt eingedrungen. Die Regimegegner sprachen von 20 getöteten Zivilisten. Sana meldete sowohl in den Reihen der Sicherheitskräfte als auch aufseiten der «extremistischen Terrorgruppen» habe es zahlreiche Tote und Verletzte gegeben. Die USA haben mit Sanktionen gedroht und ihre Staatsbürger aufgefordert, Syrien zu verlassen.

Unterstützer der Proteste erklärten, in mehreren Ortschaften der Region Hauran seien die Strom- und Wasserversorgung und die Telefonverbindungen gekappt worden. Aus der Stadt Duma hieß es, die Sicherheitskräfte seien mit Namenslisten von Haus zu Haus gegangen. Sie hätten Dutzende von Männern abgeführt. In Homs sollen uniformierte Männer versucht haben, in das Al-Barr-Krankenhaus einzudringen, in dem verletzte Demonstranten behandelt wurden.

Die von den Aufständen in anderen arabischen Ländern inspirierte Protestbewegung in Syrien hatte zunächst lediglich demokratische Reformen gefordert. Nachdem die Sicherheitskräfte mehrere Demonstranten erschossen hatten, riefen sie jedoch nach einem Sturz des Regimes auf. Niemand weiß genau, wie viele Demonstranten bisher getötet wurden. Die Opposition benennt mehr als 350 Opfer. Alleine am vergangenen Freitag sollen 112 Aktivisten getötet worden sein.

Quelle: dpa

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