DEUTSCHLAND/WELT

01.05.2011 | Washington
Zahl der Tornado-Toten auf 340 gestiegen
Nach der verheerenden Tornado-Serie im Süden der USA ist die Zahl der Todesopfer bis Samstag auf mehr als 340 gestiegen. Im am schlimmsten betroffenen Bundesstaat Alabama hatten Suchtrupps nur noch wenig Hoffnung, weitere Überlebende in den verwüsteten Gebieten zu finden.
Das Schicksal Hunderter Menschen blieb ungewiss. «Die Rettungsarbeiten sind beendet», sagte der Gouverneur von Alabama, Robert Bentley in Birmingham. «Wir haben mit den Aufräumarbeiten begonnen.»
Allein in seinem Staat starben nach Angaben der Nothilfebehörden mehr als 250 Menschen. Noch an diesem Wochenende sollten die ersten Opfer beerdigt werden. Eine Million Haushalte in Alabama blieben ohne Strom. Hunderte Sturmopfer suchten Unterschlupf in Notlagern des Roten Kreuzes. Die Tornado-Serie, die seit Mittwoch in Alabama, Mississippi, Arkansas, Georgia und Tennessee getobt hat, gilt als die zweitschlimmste in der Geschichte des Landes. Im März 1925 starben nach Angaben des Nationalen Wetterdienstes 747 Menschen bei einer ähnlichen Tornado-Serie.
Quelle: dpa

30.04.2011 | Washington
Obama in Katastrophen-Region
Am Tag nach den verheerenden Tornados ist das ganze Ausmaß der Katastrophe im Süden der USA noch nicht absehbar. Die Zahl der Toten im Süden des Landes stieg auf mehr als 300. Es ist die schlimmste Tornadoserie in den USA seit 80 Jahren. Präsident Barack Obama war bei einem Besuch in der Katastrophenregion sichtlich erschüttert und sagte schnelle Hilfe für den Wiederaufbau zu. Bundeskanzlerin Angela Merkel drückte den USA in einem Kondolenzschreiben ihr Mitgefühl aus.
Quelle: dpa

28.04.2011 | Washington
300 Tote nach Tornadoserie in USA
Nach der Serie verheerender Tornados im Süden der USA finden die Retter in den Trümmern immer mehr Leichen. Bis in die Nacht zum Freitag (Ortszeit) wurden mindestens 300 Tote geborgen, wie der US-Sender CNN berichtete.
US-Präsident Barack Obama wollte am Freitag mit seiner Frau Michelle in das Katastrophengebiet nach Tuscaloosa (Alabama) reisen und sich am frühen Abend deutscher Zeit ein Bild von der Lage machen. Der Verlust an Menschenleben zerreiße ihm das Herz, sagte er im Weißen Haus.
Der Präsident sagte den Menschen schnelle Hilfe zu. Die Regierung lasse die Betroffenen nicht allein beim Wiederaufbau nach den schwersten Wirbelstürmen seit Jahrzehnten. Alabamas Gouverneur Robert Bentley betonte, die Schäden seien derart enorm und so weit verbreitet, dass es wahrscheinlich Tage dauern werde, bis das Ausmaß der Katastrophe abzuschätzen sei. Es wird befürchtet, dass die Zahl der Opfer noch steigen könnte. Einwohner und Rettungskräfte suchen weiter unter den Trümmern nach Überlebenden. Mehr als 10 000 Menschen sind obdachlos.

Alabama ist der am schlimmsten betroffene Bundesstaat. Dort starben mehr als 200 Menschen durch die Wirbelstürme. 1700 weitere seien verletzt worden. Auch in fünf weiteren Bundesstaaten gab es Todesopfer. Fast eine Million Haushalte ist ohne Strom. Nahe Athens, ebenfalls in Alabama, wurde ein Atommeiler durch den Sturm von der Stromversorgung abgeschnitten. Die drei Reaktoren schalteten sich automatisch ab.
Der Autobauer Daimler stoppte seine Produktion im US-Werk in Tuscaloosa für den Rest der Woche. «Bei uns sind keine Mitarbeiter zu Schaden gekommen», sagte Finanzvorstand Bodo Uebber am Freitag. Man wolle den Beschäftigen aber ermöglichen, sich jetzt um ihre Dinge zu kümmern. Auf den Produktionsstandort, wo Geländewagen gebaut werden, haben die Tornados keine Auswirkungen gehabt. Am Montag soll die Fertigung wieder anlaufen. Bei BMW läuft die Produktion weiter.
Streckenweise fegten die Wirbelstürme mit mehr als 300 Stundenkilometern über das Land. Meteorologen zählten allein in den letzten Tagen mehr als 150 Tornados. Damit wird der April 2011 wohl der April mit den meisten Tornados seit Jahrzehnten. Die meisten Wirbelstürme bislang wurden im April 1974 mit 267 gezählt.

Das Zentrum der Katastrophe war diesmal Tuscaloosa: Ein riesiger Tornado fegte mit einer Breite von 1,5 Kilometern über die Stadt. «Es war ein Monster», sagte ein Augenzeuge. Innerhalb von Minuten machte der Wirbelsturm ganze Straßenzüge dem Erdboden gleich. Autos wurden durch die Luft gewirbelt. «Es ist ein Chaos», sagte eine Überlebende.
Dutzende Todesopfer und schwere Verwüstungen gab es auch in den Staaten Mississippi, Arkansas, Georgia und Tennessee. Fünf Menschen starben in Virginia. Siedlungen wurden zerstört. In Alabama, Mississippi und Georgia wurde der Notstand ausgerufen.




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