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  • Datendiebstahl bei Sony

DEUTSCHLAND/WELT

 

03.05.2011 | Berlin

Nach Datenklau: Community ist ungeduldig und wütend

 

Mit Ungeduld und Wut hat die Spieler-Community auf die Ausweitung der Datenpanne bei Sony reagiert. Im Mittelpunkt der Kritik steht nicht nur der Technik-Riese, sondern auch der unbekannte Angreifer, der die verschiedenen Dienste lahmlegt.

 

«Einbuchten und den Kauf weiterer Konsolen/PCs etc gerichtlich verbieten. Internet auch», fordert ein Nutzer im Forum der Website ps3inside.de. Die Angreifer seien eine Gefahr für die Industrie - und wenn es so weitergehe, könne man sich gänzlich von Online-Diensten wie dem PlayStation Network verabschieden. Es folgen ein paar wüste Beschimpfungen.

 

Friedlicher ist ein Diskutant auf der Website play3.de: «Bin ich froh, wenn dieser Hacker-Krieg endlich mal vorbei ist, wann immer das sein wird.» Dann könne man endlich bald wieder sein Hobby ausüben.

 

Doch auch Sony steht weiter in der Kritik. «So ganz langsam sollten sich die Damen und Herren bei Sony mal Gedanken machen, wie sie die ganze Geschichte weiter den Nutzern verkaufen wollen!», meint ein Spieler im Forum von ps3-talk.de. «Irgendwann laufen dem Konzern alle Kunden weg, und die lockt man dann nicht mehr mit ein paar kostenlosen Zugaben von der Konkurrenz weg.»

Quelle: dpa

Forum ps3inside.de
Forum play3.de
Forum ps3-talk.de

03.05.2011 | Berlin

Noch mehr Kundendaten bei Sony entwendet

 

Nur eine Woche nach dem gigantischen Datendiebstahl bei Sony muss der japanische Konzern für Unterhaltungselektronik eine weitere schwere Panne einräumen.

 

Neben den bis zu 77 Millionen Daten von Nutzern der Spielkonsole PlayStation und des Musik- und Videodienstes Qriocity sind auch rund 24 Millionen Kunden eines Dienstes für Online-Spiele am PC betroffen, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

 

Der weitere Einbruch sei im Zuge der Ermittlungen zur ersten Datenpanne entdeckt worden, teilte Sony mit. Die Täter drangen demnach schon am 16. und 17. April in die Datenbank für den Dienst Sony Online Entertainment (SOE) ein - also einige Tage vor dem Angriff auf das PlayStation Network (PSN) und Qriocity. Die Eindringlinge verschafften sich den Angaben zufolge die Daten von 12 700 Kreditkarten und 10 700 Bankkonten. Diese stammten aus einer «veralteten» Datenbank von 2007, hieß es. Betroffen sind Kunden aus Deutschland, Österreich, den Niederlanden und Spanien.

Der SOE-Dienst wurde sofort vom Netz genommen. Hier können PC-Spieler gegeneinander im Netz antreten, etwa in einem Rollenspiel wie «EverQuest». Zu den entwendeten Daten der SOE-Kunden gehören auch Name, Adresse, E-Mail-Adresse, Geburtsdatum und Telefonnummer.

 

Sony hatte sich erst am Wochenende bei den Kunden von PlayStation Network und Qriocity entschuldigt. Bei der zunächst bekanntgewordenen Attacke auf diese beiden Dienste ging es weltweit um 77 Millionen Nutzerkonten, davon 32 Millionen in Europa. Ob bei PlayStation Network und Qriocity auch Kreditkarten-Informationen gestohlen wurden, ist noch nicht eindeutig geklärt.

 

Sony-Sprecher Patrick Seybold wies im PlayStation-Blog Berichte zurück, wonach die Täter dem Unternehmen angeboten haben sollen, Kreditkartendaten zurückzukaufen. Die Passwörter der Kunden seien zwar nicht verschlüsselt gespeichert worden, aber auch nicht im Klartext entwendet worden - vielmehr seien sie mit einer kryptologischen Hash-Funktion verschleiert worden.

 

Über das PlayStation-Netzwerk können Nutzer dieser Spielkonsole miteinander spielen, chatten, Filme ansehen oder Software einkaufen. Unter dem Namen Qriocity vertreibt der Konzern Musik und Videos.

Quelle: dpa

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