DEUTSCHLAND/WELT

28.08.2011 | Köln
Umfrage: Nur ein Drittel findet Papstbesuch gut
Die Begeisterung der Deutschen für den Papstbesuch in vier Wochen hält sich einer Umfrage zufolge in Grenzen. Nur knapp ein Drittel (31,1 Prozent) findet gut, dass Benedikt XVI. vom 22. bis 25. September in sein Heimatland kommt.
8,1 Prozent bewerten die Visite als schlecht. Der Mehrheit der Bundesbürger - gut 60 Prozent - ist der Besuch egal: Sie finden ihn weder gut noch schlecht oder haben keine Meinung, wie eine Umfrage des Kölner Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Nachrichtenagentur dpa ergab.
Die deutliche Mehrheit der Befragten wünscht sich der Umfrage zufolge grundlegende Reformen der Katholischen Kirche - wie eine Abschaffung des Pflichtzölibats für Priester - sowie eine Begegnung des Papstes mit Missbrauchsopfern. Nur wenige verbinden mit dem Besuch die Hoffnung auf Fortschritte in der Ökumene, also der Zusammenarbeit von katholischer und evangelischer Kirche.
Quelle: dpa

Der Papst in Deutschland -
Die Fanartikel
Der Termin rückt immer näher: Am 22. September findet der Gottesdienst von Papst Benedikt XVI. im Berliner Olympiastadion statt.
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15.06.2011 | Berlin
Papstmesse im Olympiastadion - 50 000 Anmeldungen
Nach langem Tauziehen ist der Gottesdienst von Papst Benedikt XVI. in Berlin am 22. September vom Schloss Charlottenburg in das Olympiastadion verlegt worden. Bei bisher schon fast 50 000 Anmeldungen für die Messe wäre der Platz vor dem Schloss «aus allen Nähten» geplatzt, sagte der Berliner Weihbischof Matthias Heinrich am Mittwoch in Berlin. Das Olympiastadion biete ausreichend Sitzplätze, von denen viele überdacht seien. Damit könnten auch ältere Menschen gut an der Messe teilnehmen, sagte der Generalkoordinator der Papstreise, Prälat Hans Langendörfer.
Vor dem Schloss hätten rund 60 000 Menschen Platz gehabt. Dabei hätten die Gläubigen allerdings stundenlang stehen müssen. Außerdem sind auf dem Platz die Sichtverhältnisse eingeschränkt. Wegen dieser Fragen war zunehmend Kritik auch aus den katholischen Gemeinden laut geworden. Im Olympiastadion können rund 74 000 Menschen auf den Tribünen sitzen. «Mit dieser Entscheidung ist sichergestellt, dass wir alle Anmeldungen berücksichtigen können», sagte Langendörfer.

Die Papstmesse sei in Abstimmung zwischen dem Vatikan, der Deutschen Bischofskonferenz und dem Erzbistum Berlin verlegt worden. Das letzte Wort hat der Vatikan. Der Reisemarschall des Papstes, Alberto Gasbarri, will Ende Juni zu einer weiteren Vorbereitungsreise nach Deutschland kommen und nach Angaben des Erzbistums dann das endgültige Votum abgeben.
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, äußerte sich erfreut über den Zuspruch zur Papstmesse in Berlin. «Die Menschen fühlen sich vom Heiligen Vater und dem Motto der Reise, "Wo Gott ist, da ist Zukunft" angesprochen», sagte Zollitsch.
Langendörfer sagte: «Viele haben die Erfahrungen der Messe von Papst Johannes Paul II. im Jahr 1996 in guter Erinnerung.» Damals hatte der Pole im Olympiastadion den ehemaligen Berliner Dompropst Bernhard Lichtenberg (1875-1943) seliggesprochen, der sich für die von den Nationalsozialisten verfolgten Juden eingesetzt hatte.

Das Berliner Stadion war 1936 nach Plänen des Architekten Werner March für die von den Nationalsozialisten organisierten Olympischen Spiele gebaut worden. Das Erzbistum erklärte dazu, es komme nicht darauf an, wer ein Gebäude erbaut habe, sondern in welchem Geist dort gebetet und gefeiert werde. Dies sei bei der Seligsprechung Lichtenbergs im Olympiastadion deutlich geworden.
Der Papst wird Deutschland vom 22. bis zum 25. September besuchen. Weitere Stationen der Reise sind Erfurt und das Eichsfeld in Thüringen sowie Freiburg.
Quelle: dpa
Papstbesuch – Anmeldeverfahren und Info-Telefone starten

Wer sich anmeldet, erhält zunächst eine Bestätigung, dass die Anmeldung eingegangen ist; die Bearbeitung und Beantwortung aller Kartenwünsche soll bis Ende Juni abgeschlossen sein.
Gleichzeitig wird in den Erzbistümern Berlin und Freiburg sowie im Bistum Erfurt über ein separates Verfahren sichergestellt, dass sich alle Interessierten – auch ohne Internetzugang – anmelden können. In den Erzbistümern Berlin und Freiburg geschieht dies über die Pfarrgemeinden. Im Bistum Erfurt ist dies über die unten genannte Telefonnummer möglich.
Zudem besteht in den beteiligten Bistümern die Möglichkeit zur telefonischen und elektronischen Nachfrage:
Erzbistum Berlin:
(030) 32 684-229, montags bis freitags von 9:00 bis 16:00 Uhr
E-Mail: papst@erzbistumberlin.de

Bistum Erfurt:
(0361) 37 42 58 0, montags bis freitags von 9:00 bis 19:00 Uhr, am Wochenende und an Feiertagen von 10:00 bis 16:00 Uhr
E-Mail: service.papstbesuch@bistum-erfurt.de
Erzbistum Freiburg:
(0761) 2188-988, montags bis freitags von 9:00 bis 16:00 Uhr
E-Mail: papstbesuch@ordinariat-freiburg.de
Die Anmeldemöglichkeit über das Internet wird am Montag, dem 16. Mai 2011 im Laufe des Tages freigeschaltet. Sie ist über www.papst-in-deutschland.de zu erreichen. Dort sind dann auch die wichtigsten Fragen und Antworten zum Anmeldeverfahren sowie Informationen zum Papstbesuch insgesamt eingestellt.




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