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  • Nach Attentat auf Präsidenten

DEUTSCHLAND/WELT

 

05.06.2011 | Kairo/Sanaa

Tausende im Jemen feiern Salihs Ausreise


In mehreren Städten im Jemen haben am Sonntag tausende Menschen die Ausreise des verletzten Präsidenten Ali Abdullah Salih nach Saudi-Arabien gefeiert. Die Demonstranten sangen auf den Straßen, berichtete die Aktivistin Shatha al-Harazi der Nachrichtenagentur dpa.


«Die Menschen sehen diesen Schritt als einen Sieg», sagte sie. Bei einem Anschlag am Freitag war Salih schwer verletzt worden. Nach der Ankunft in Riad sei der Präsident in ein Militärkrankenhaus in Riad gebracht worden, meldete Al-Dschasira. Nach der Explosion einer Granate stecke in der Herzgegend des 69-Jährigen Salih ein Schrapnell von 7,6 Zentimeter Länge, berichtete der britische Rundfunksender BBC am Samstagabend unter Berufung auf Regierungskreise.


Die Opposition fordert seit Monaten mit Massendemonstrationen den Rücktritt des seit 1978 herrschenden Präsidenten. Der blutige Machtkampf zwischen Salih und einflussreichen Gegnern aus seinem eigenen Haschid-Stamm war in den vergangenen Tagen eskaliert. Salihs Stellvertreter Abed Rabbo Mansur Hadi soll die Amtsgeschäfte des Präsidenten vorübergehend übernommen haben.

03.06.2011 | Sanaa

Vier Tote bei einem Anschlagsversuch auf Ali Abdullah Salih

Bei einer Attacke auf die Residenz des jemenitischen Präsidenten Ali Abdullah Salih sind am Freitag mehrere Politiker verletzt worden. Vier Angehörige der Präsidentengarde wurden nach Informationen des Nachrichtensenders Al-Arabija getötet.

Dementiert wurden Berichte eines Oppositionssenders, wonach auch der Präsident getötet worden sein soll.

«Dies war ein Attentatsversuch und er ist fehlgeschlagen. Seiner Exzellenz dem Präsidenten geht es gut und er wird bald vor die Presse treten», sagte Jassir al-Jamani, ein Parteigenosse des Präsidenten in einem Interview mit Al-Arabija. Nach Angaben des Senders trug Salih leichte Verletzungen davon.

Nach Augenzeugenberichten hatte die Republikanische Garde, die loyal zu Präsident Salih steht, zuvor die Häuser von General Mohsen al-Ahmar und des Oppositionspolitikers Scheich Hamid al-Ahmar angegriffen. Die Anhänger der beiden Männer hätten daraufhin zum Gegenschlag ausgeholt und auf das Gelände des Präsidentenpalastes gefeuert.

Parlamentspräsident Jahja al-Rai und Vize-Ministerpräsident Raschad al-Alimi hätten Verletzungen erlitten, als eine neben dem Präsidentenpalast gelegene Moschee von Granaten getroffen worden sei.

Im Jemen fordern Demonstranten seit vier Monaten den Rücktritt des Präsidenten, der seit 1978 in Sanaa an der Macht ist. In den vergangenen Tagen hatten sich die Regierungstruppen in der Hauptstadt Gefechte mit Kämpfern des Al-Ahmar-Clans geliefert, der sich mit den Demonstranten solidarisiert hatte.

Quelle: dpa

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