DEUTSCHLAND/WELT

23.06.2011 | Berlin
Unwetter: Umgestürzte Bäume und vollgelaufene Keller
Unwetter haben am Mittwochabend in Berlin für umgestürzte Bäume und vollgelaufene Keller gesorgt. Außerdem fiel die S-Bahn zwischen Hermannstraße und Tempelhof zeitweilig aus, weil hier nach Angaben der S-Bahn Berlin GmbH ein Baum auf die Gleise gestürzt war. Die Feuerwehr hatte für zwei Stunden bis 21.00 Uhr den Ausnahmezustand ausgerufen. Es gab in dieser Zeit 135 Einsätze. Heftige Windböen sorgten auch für Beschädigungen an Dächern. Die Unwetter verursachten aber keine Brände durch Blitzeinschläge. Auch verletzt wurde niemand. Am Donnerstagnachmittag soll es in der Hauptstadt laut Deutschem Wetterdienst (DWD) erneut Gewitter geben.
Quelle: dpa

23.06.2011 | Frankfurt (Oder)/Potsdam
Nach Unwetter in Brandenburg noch Stromausfälle
Nach dem Unwetter am Mittwochabend gibt es am Donnerstagmorgen noch Stromausfälle in Landkreis Oberspreewald-Lausitz. Davon betroffen seien aber nur etwa 50 Haushalte im Süden des Landkreises, sagte ein Sprecher des Versorgers envia am Morgen der Nachrichtenagentur dpa. Am Mittwochabend waren dagegen in Dahme-Spreewald, Elbe-Elster und Oberspreewald-Lausitz etwa 3000 Haushalte zeitweilig ohne Strom.
Die Lage nach den Unwettern am Vorabend hat sich ansonsten entspannt. Größere Schäden waren nach Angaben der Polizei in Frankfurt (Oder) und Potsdam nicht zu registrieren. Meist handelte es sich um umgestürzte Bäume, herabgefallene Äste oder überflutete Keller. Der durch umgestürzte Bäume am Mittwochabend auf einigen Strecken - beispielsweise zwischen Berlin und Dresden - beeinträchtigte Bahnverkehr verläuft wieder normal.
Die Polizei registrierte keine Verletzten und auch keine durch Blitzeinschläge verursachten Brände. Der Deutsche Wetterdienst in Potsdam hat allerdings für Donnerstagnachmittag erneut Gewitter mit Sturmböen angekündigt.
Quelle: dpa

23.06.2011 | Erfurt/München
Gewitterfront richtet schwere Schäden an - Höhe noch unklar
Hagel, heftiger Regen und Orkanböen richten in weiten Teilen Deutschlands große Schäden an. Und es schüttet weiter kräftig: FürDonnerstag sagen Wetterexperten neue gewittrige Regenschauer voraus.
Blitzeinschläge, abgedeckte Häuser, verletzte Menschen: Eine schwere Unwetterfront, die am Mittwochabend über weite Teile Deutschlands gezogen ist, hat binnen weniger Minuten schwere Schäden angerichtet. Bäume wurden umgerissen, Dächer abgedeckt, Felder verwüstet, zahlreiche Keller liefen voll. Das volle Ausmaß der Schäden sei noch gar nicht absehbar, hieß es in der Nacht zum Donnerstag bei den Polizeistellen im Land.

Vor allem die Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Brandenburg seien von der schweren Gewitterfront betroffen gewesen, teilte der Wetterdienst Meteomedia in Bochum am Donnerstagmorgen mit. Passanten wurden von herumfliegenden Trümmern oder herabstürzenden Ästen getroffen. Bahnstrecken und Straßen mussten zeitweise gesperrt werden, weil sie von Bäumen blockiert wurden. Erst in den späten Abendstunden konnte der Deutsche Wetterdienst Entwarnung geben: Die Unwetterwarnungen wurden aufgehoben.
In Oberbayern erlitt ein Mann schwere Verletzungen, als ein Baum auf sein Gartenhäuschen fiel. In Baden-Württemberg wurde eine Frau von einem Silo getroffen, das sich im Sturm gelöst hatte. Sie erlitt schwere Verletzungen. Eine Frau in Emmendingen, auf deren Auto ein Baum stürzte, musste aus dem Wagen befreit werden. Sie blieb unverletzt.
In Sachsen und Sachsen-Anhalt verursachten Blitzeinschläge und umstürzende Bäume Schäden an Stromleitungen. Bei rund 50 000 Kunden sei der Strom ausgefallen, teilte die Envia Mitteldeutsche Energie AG mit Sitz in Chemnitz am Abend mit. Zahlreiche Mitarbeiter seien im nächtlichen Einsatz, um die Störungen zu beheben, hieß es. Wie lange der Stromausfall noch andauert, war zunächst unklar. In Thüringen verursachte ein Blitzschlag in einem Einfamilienhaus in Saara (Landkreis Altenburger Land) einen Sachschaden von rund 100 000 Euro an. Verletzt wurde nach Polizeiangaben niemand.

Im nordhessischen Frankenau hat eine Windhose mehrere Dächer abgedeckt und Bäume entwurzelt. Eine Frau wurde leicht verletzt, wie die Polizei berichtete. Am Frankfurter Flughafen sorgte ein kräftiges Gewitter kurzzeitig für Verzögerungen im Flugverkehr. «Aus
Sicherheitsgründen mussten wir Kapazitätseinschränkungen vornehmen und konnten nicht wie geplant starten und landen», sagte
Flughafensprecher Thomas Uber.
Am Donnerstag soll es nach Angaben von Wetterexperten aber weiter kräftig schütten: Vor allem am Alpenrand seien bis zu 30 Liter pro Quadratmeter möglich, teilte Meteomedia mit. Zudem zögen neue «gewittrige Regenschauer» von Nordwesten nach Deutschland.




Kommentare