DEUTSCHLAND/WELT

21.07.2011 | Potsdam/Eberswalde
Keime im Wasser - Behörden geben keine Entwarnung
Das Trinkwasser in Potsdam und im Landkreis Barnim muss wegen gesundheitsschädlicher Verunreinigung weiter abgekocht werden. Die Warnungen der Gesundheitsbehörden bleiben über das Wochenende hinaus bestehen, hieß es am Donnerstag. «Die zweiten Laborbefunde liegen noch nicht von allen Stellen vor», sagte die Potsdamer Amtsärztin Karola Linke. Auch das Ergebnis der Untersuchung des Hochbehälters, in dem drei tote Mäuse und ein Maulwurf gefunden worden waren, fehle noch. Die Tiere gelten als mögliche Ursache für die Verunreinigungen. Auch im Landkreis Barnim gibt es noch keine Entwarnung. Unterdessen ist auch das Trinkwasser von Wittenberge (Prignitz) mit Coli-Bakterien belastet.
An allen Orten sollen regelmäßige Spülungen der Leitungen helfen, die Keime zu beseitigen. Parallel erfolgen in Potsdam und Wittenberge Untersuchungen, wie es zur Belastung mit Coli-Bakterien kommen konnte. Anders als in den beiden Kommunen handelt es sich im Landkreis Barnim nicht um E.coli-Bakterien (Escherichia coli), sondern um sogenannte coliforme Keime. Diese können ebenfalls zu Durchfall führen.
Quelle: dpa
Betroffene Potsdamer Bürger können sich unter der Telefonnummer +49 331 2892372 oder +49 172 3917302 rund um die Uhr beim Gesundheitsamt informieren. Die Energie und Wasser Potsdam GmbH ist unter der Nummer +49 331 6612407 zu erreichen.

16.07.2011 | Potsdam
Keime im Trinkwasser - noch keine Entwarnung
Es bleibt dabei: In Potsdam und im Landkreis Babelsberg müssen mehrere tausend Menschen ihr Trinkwasser abkochen. Die Gesundheitsbehörden gaben am Samstag noch keine Entwarnung. «Die Werte der entnommenen Proben sind zwar besser, aber wir wollen die Empfehlung noch nicht aufheben», sagte die Leiterin des Fachbereiches für Gesundheit in der Potsdamer Stadtverwaltung, Anke Latacz-Blume. In der Landeshauptstadt waren in der vergangenen Woche Coli-Bakterien im Trinkwasser entdeckt worden, im Landkreis Barnim wurden andere Keime festgestellt, die Durchfall auslösen können.

Noch ist nicht geklärt, wie die krankheitserregenden Mikroorganismen in das Wasser gelangten. In Potsdam haben die Behörden allerdings eine heiße Spur. In einer Kammer eines Behälters auf dem Brauhausberg entdeckten Mitarbeiter der Energie und Wasser Potsdam GmbH (EWP) drei Mäuse und einen Maulwurf. «Die könnte Ursache für die Verunreinigung sein», sagte Amtstierärztin Karola Linke der Nachrichtenagentur dpa. «Wir hoffen, dass mit der Beseitigung der Tiere der Fall erledigt ist.»
Die Wasserwerke prüfen nun, wie die Tiere in den Behälter gelangen konnten. Nach Angaben eines Sprechers gibt es regelmäßige Kontrollen. Eine Beschädigung sei nicht festgestellt worden. Es werde nun geprüft, ob bei Bauarbeiten Wasser mit den Tieren in die Behälter reingeschwappt sei, sagte der Sprecher.
Eine Ursache kann aus Sicht der Behörden auch der starke Regen der vergangenen Tage sein. «Möglicherweise sind auch Regen und die Tiere gemeinsam Auslöser für die Verunreinigung», erklärte Amtsärztin Linke. Angesichts immer häufigerer Starkregen müssten eventuelle Konsequenzen für Baustellen überlegt werden, meinte Latacz-Blume.

Die Stadtwerke spülen in Potsdam weiterhin die Wasserleitungen durch. Dies geschieht auch in Kommunen im Landkreis Barnim weiter, wo ebenfalls Keime im Wasser aufgetaucht sind. Anders als in Potsdam handelt es sich nicht um E.coli-Bakterien (Escherichia coli), sondern um sogenannte coliforme Keime.
Wenn derartige Keime auftreten, wird untersucht, ob gefährlichere Keime wie E.coli oder EHEC auftreten. Nach Angaben der Kreisverwaltung in Eberswalde bestand jedoch keine Gesundheitsgefahr für die Abnehmer. Die Behörde hofft, am Montag neue Erkenntnisse zur Ursache zu haben, sagte eine Sprecherin am Samstag.
Quelle: dpa
Betroffene Potsdamer Bürger können sich unter der Telefonnummer +49 331 2892372 oder +49 172 3917302 rund um die Uhr beim Gesundheitsamt informieren. Die Energie und Wasser Potsdam GmbH ist unter der Nummer +49 331 6612407 zu erreichen.




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